Für mich ist er der Schlüssel zu unseren Gefühlen und Empfindungen und daher der Schlüssel zu unserem Leben, zu unserer Lebensqualität schlecht hin, denn so wie wir unser Leben empfinden, so ist es auch für uns (die alte Geschichte vom halbvollen oder halbleeren Glas).
Der progressive Sekundärmond ist der passendste astrologische Kalender zur Erkenntnis der emotionalen Entwicklung und des Reifens einer Einzelperson. Im Laufe seiner Wanderung durch das Radix registriert der Mond das volle Spektrum der emotionalen Reaktionen und der subtilen gefühlsmäßigen Antworten. Er notiert die Auswirkungen von dem was wir erfahren und empfunden haben in den diversen Phasen unseres Familien Lebens , als z.B ein Geschwisterl geboren wurde, der Eintritt in die Schule, die Adoleszenz, das Verlassen des elterlichen Hauses, während des Erwachsen und alt Werdens, bis hin zum Tod. Und da gab es quasi immer wieder klimatisch-emotionale Änderungen in den diversen Phasen unseres Lebens.Einer der Schlüssel zum Verständnis des Mondes ist Luna das "emotionale Gedächtnis". Durch das fortschreiten des progressiven Mondes "erinnern" wir uns gefühlsmäßig und spinnen unseren persönlichen Mythos. Wie ein Fluss durchfließt der progressive Mond unser Leben und trägt alle emotionalen, gefühlten und empfundenen Erinnerungen und Erfahrungen mit sich. Und zwar ob wir uns wirklich daran erinnern oder ob sie irgendwo in uns tief verborgen und unerkannt in uns schlummern. Sicher ist für mich, dass man sie nicht löschen kann, wie auf einer Festplatte bleiben sie da. Ein Zyklus des progr. Mondes dauert 27,5 28 Jahre
Der Mond durch den Tierkreisv Während des ersten Viertels sind wir noch sehr von unserer Mutter geprägt, vom Baby entwickelten wir uns zum Kleinkind, mit sieben sagen die Franzosen kommt das Jahr der Vernunft, da beginnt man eigene Gefühle zu entwickeln, man beginnt sich der eigenen emotionalen Bedürfnisse bewusst zu werden; man beginnt auch zu erspüren, dass es mehr gibt als die Familie (das eigene Nest) und dass man innerhalb einer größeren Gesellschaft lebt. Mit sieben kann man schon moralische Entscheidungen treffen; davor lebt ein Kind aus dem Bauch heraus, langsam und allmählich beginnt es zu verstehen, dass es einige Dinge gibt, die von der Umwelt als "gut" angesehen werden , andere z.B ein Tier zu quälen, eher als "schlecht".
v Diese "moralische" gefühlsmäßige "Erziehung endet mit 13-15 der Zeit der Mond Opposition und da beginnt man nun wirklich sich von der Mutter zu lösen, möglicherweise rebelliert man, man kann richtig gehässig werden, mit 14 hat man auch die Chance sich zu sehen , wie unsere Freunde uns sehen( Opposition); wir suchen uns in diesen nächsten 7 Jahren, wir entdecken Charaktereigenschaften, die wir mögen, andere, die wir weniger mögen, wir distanzieren uns von unseren Eltern, wir werden anders auf dieser Suche nach unseren eigenen Empfindungen, man verliert - manche Mütter werden sagen leider- diese absolute emotionale Nähe zu unserer Mutter...Oft entspricht dieses Alter ebenfalls unserer ersten Liebe, die Hormone spielen wild...man verliert sich gerne in den anderen
v Dann mit 21 fühlt man sich erwachsen ( und das entspricht auch dem Sat/Sat Quadrat und dem ersten Uranus Quadrat) Man empfindet, dass die Welt einem offen steht für tausende Möglichkeiten; früher war man erst mit 21 Volljährig; man empfindet sich als junger Mann, beziehungsweise als junge Frau, man ist nun definitiv kein Kind mehr und wir suchen durch neue Beziehungen uns zu schützen vor emotionalen Verletzungen, wir suchen unsere Seele, selbst wenn man nicht daran glaubt, durch das verliebt sein, sucht man die Unendlichkeit. In diesen Jahren lernt man sich selbst dadurch besser kennen, es ist die emotionale Schule vor dem Saturn Return. Auch sind die letzten zwei - drei Jahre dazu da, vieles "ausgedientes" los zu lassen ( die balsamische Phase).
Man kann den progressiven Mond nicht vom Saturn Zyklus trennen, sie sind zeitlich eng miteinander verbunden, es besteht eine fast vollständige Koinzidenz zumindest was die ersten 28 Jahre betrifft. Es gibt ebenfalls eine Entsprechung zu dem Uranus Zyklus: mit 28 Jahren erleben wir den Mondreturn, den Saturn Return und das erste Uranus Trigon. Der Mond steht für unsere Gefühlswelt, Saturn für Verantwortung und Struktur( oder Angst und Kontrollsucht), Uranus für das , was Jung Individuation ( oder Rebellieren)genannt hat. Der progressive Mond bereitet den Weg vor, Saturn strukturiert dann das empfundene. Und mit jedem Zyklus wird die Zeit zwischen progressivem Mondaspekt und Saturnaspekt länger, als bräuchten wir immer mehr Zeit das Empfundene zu verarbeiten und zu formen.