DIE ACHT HÄUSER: DAS DOMINION

DIE ACHT HÄUSER: DAS DOMINION

 

4. URSPRUNG DES DOMINION UND GESCHICHTE DER 8 HÄUSER

 

"In der Antike gab es eher ein acht als ein zwölf Häuser System"

(John North: horoscopes and history)

 

Die Seefahrer der Antike, unermüdliche Nomaden der Wasserflächen, waren die ersten die die Form des Raumes gedacht haben, und die Erde. Die Winde! Der Westwind und der Südwind sind verschieden. Man begibt sich nicht ohne Vorsichtsmaßnahmen und ungestraft in eine Richtung ohne deren Eigenschaften und Beschaffenheit zu kennen. Raum ist uneinheitlich und lebendig. Und es ist die Rose, die Windrose mit ihren acht Richtungen , die sich als erstes diesen Pionieren im Geiste aufdrängt. (1)

Die Astrologen erben nun diese oktaedrische Vorstellung des Raumes, wahrscheinlich in der proto- geschichtlichen Zeit der Astrologie. Man hat den Text einer Verkündung des assyrischen Herrschers Sargon( 721-705 B.C) erhalten: " Vorne und hinten, an allen Seiten der acht Windrichtungen habe ich acht große Pforten geöffnet."(2) Die etruskischen Wahrsager, Zeitgenossen des Sargon, habe auch diese Achtteilung benützt. Man weiß, daß die sumerische göttliche, kosmogonische Triade , AN (Anu)/ EN.LIL (Enlil) / EN.KI(Ea) schon durch die semitische planetarische Triade Sin(Mond)/ Shamash( Sonne)/ Ishtar(Venus) vor dem XIV JH B.C. ersetzt wurde, Zeit in der ihre Wahrzeichen auftauchten. Man erkennt die Mondsichel, den achteckigen Venus Stern und die Sonnen Scheibe mit vier Achsen und vier eingefügten Speichen auf einem Kudurru aus der Zeit des kassitischen Königs Melishipak (1188-1174)(4). King bemerkt: "die Anwesenheit der Wahrzeichen der Sonne, des Mondes, und der Venus in Form eines achteckigen Sterns am oberen Teil der meisten Kudurrus( boundary-stones)legt uns einen astralen Charakter als Untergrund nahe". (5) Die Darstellung der Venus und übrigens eines jeden Sterns in Form eines achteckigen Sigels bezeugt einer sehr alten Teilung des himmlischen Raums in acht Bereichen, sowie es die einzig bekannte mesopotamische Planisphäre zu zeigen scheint, welche ja die himmlische Sphäre in acht Zonen zeigt.(6) Die Unterteilung der lokalen Sphäre in acht Bereichen gab es auch schon in der ersten chinesischen Astrologie, (7) und der berühmte Mânava - Dharma -Shâstra( Das Traktat der Gesetze von Manu) , aus der brahmanischen Tradition stammend erwähnt die acht himmlischen Gebiete.(8)

Diese natürliche Teilung des Raumes , wurde sie nun von den Assyriern oder von den Chaldäern in eine Prototheorie der astrologischen Häusern integriert, oder war diese Assimilation die Frucht einer späteren Spekulation der ersten griechischen Astrologen? Sicher ist eines: vor der 12 Haus Teilung, gab es bei den Griechen das 8 Häuser System, wie John North es hervorhebt und sein Werk über Astrologie ist maßgebend, insbesondere was die verschiedenen Modelle der Häusersysteme bei den Griechen und den Arabern angeht. Die Lokalisierung der Häuser ( 8 oder 12) taucht äußerst selten in den griechischen Horoskopen , die bis zu uns gelangt sind, auf: die bedeutsamsten datieren von September 428 a.D. und von Oktober 497 A.D.(10

Der stoische Astrologe Marcus Manilius (~48 B.C. - 20 A.D.) macht ein Anspielung auf diese 8 Orte, denen die alten Astronomen den Namen oktopos gegeben haben sollen. (11)Nur scheint Manilius das antike System mit dem System der 12 Orte verwechselt zu haben, oder er versuchte zumindest eine Synthese daraus zu machen und der poetische Charakter seiner Ausdrucksweise hinderte ihn daran, ins Detail zu gehen. Daraus folgt ein obskurer zweiteiliger Text, im ersten Teil stellt er die vier Winkel des Himmels vor und die vier Intervalle die sie trennen (éd Alleau s 160-163), im zweiten die 12 Häuser(éd Alleau S 164-170). Die Kommentare des René Alleau über diese Stelle sind genauso unklar, wie die Übersetzung des Bibliothekars von Sainte-Geneviève in Paris, und die Londoner Ausgabe ist auch nicht viel einleuchtender.(12)

Auf gleiche Weise, widmet Firmicus Maternus , so gegen 335 A.D., das vierzehnte Kapitel seines zweiten Buches den acht loci (1 Leben, 2 Hoffnung( auf Reichtum) ,3 Brüder und Schwestern, 4 Eltern, 5 Kinder, 6 Gesundheit, 7 Lebenspartner, 8 Tod), bevor er zu der Analyse der 12 Häusern übergeht. (13) . Im Buch IV zählt er wieder die Orte der Nachkommenschaft auf: " der des Natürlichen, der Subsistenz, der Rasse, der Eltern, der Brüder, der Ehen, der Nachkommenschaft oder des letzten Lebenstages"(14).

Bouché - Leclercq hat schon 1899, in seiner polemischen Summe, die Vorzeitigkeit des oktopos gegenüber dem dodekatopos angedeutet :" Es hat eine vernachlässigte Tradition geben müssen, die den Kreis der Nachkommenschaft in acht Felder, oder in zwölf, wo aber nur acht aktiv waren, teilten und(...) dieses System hat weder von Manilius, noch Firmicus verstanden werden können, da beide fähig waren zu verunstalten, aber unfähig zu erfinden waren."(15). Diese Vorzeitigkeit des acht Häuser Systems scheint durch die klassischen Bedeutungen ,die man den Häusern I( das Leben) und VIII(der Tod) zuschreibt, bestätigt. Es war erst nach dem Ablauf des achten Hauses, daß ein neuer täglicher Zyklus beginnen konnte. (16)

Wir finden noch Spuren des oktopos in vereinzelten Fragmenten ,die uns noch erhalten sind, in den Schriften eines Schülers des Hipparchos, Serapion von Antiochia (~125 B.C.), des Astrologen von Tiberius, der berühmte Thrasyllos(17), und dem Athener Antiochos(II A.D.). Der berühmte indische Astronom - Astrologe Varâha Mihira (~505-585), Erbe der griechischen Astrologie und der babylonischen Theorien hat in seinem Brihat - samhitâ die Theorie der acht Vierteln beibehalten, und zwar im Zusammenhang mit den acht Richtungen des Raumes und den indischen Gottheiten.(18)

Wilhelm Gundel hat 1936 eine Theorie über die Evolution des Häusersystems in 4 Etappen vorgeschlagen: eine anfängliche Struktur in 4 Quadranten ,die durch die 4 Himmelsrichtungen bestimmt( im Uhrzeigersinn und die vier Altersstufen der Existenz symbolisierend), eine Struktur in acht 45° Feldern ( kardinale Quadranten und Felder), eine Struktur in zwölf Feldern( immer noch im Uhrzeigersinn) und endlich eine Struktur in zwölf Feldern( im entgegengesetzten Uhrzeigersinn), welche der Ursprung der heutzutage für gewöhnlich benutzten Systeme bildet und von der man sagt, Hermes Trismegistos hätte sie erfunden und "Nechepso-Petosiris" wäre sein Vermächtnisnehmer.(19)

Es ist möglich, daß das acht Häuser System in Verbindung mit den Elementen und den elementaren Werten organisiert wurde, vor ziemlich langer Zeit, das heißt vor den ersten astrologischen hermetischen Schriften(~250-200 B.C.), vielleicht in den Kreisen der Stoiker des III. Jh. B.C. , die ja, die platonische Abfolge der Elemente( Feuer, Luft, Wasser, Erde) wieder aufnehmend, sie im Sinn der Tages - Bewegung ordneten und ihnen elementare Mittelwerte hinzufügten( trocken, warm, feucht, kalt) , quasi als Anzeiger der 4 charakteristischen Momente des Sonnenumlaufs( Aufgang, Höhepunkt, Niedergang, unterer Höhepunkt). Daraus entsteht ein Modell, daß im Widerspruch zu dem elementaren zodiakalen Modell steht( Luft = Frühling, Feuer = Sommer, Erde = Herbst, Wasser = Winter) . Die zwei zirkularen Strukturen (Organisationen) , die eine im Uhrzeigersinn, die andere dem entgegengesetzt, stimmen überein, wenn man logischerweise den Mittagspunkt und die Sommersonnenwende übereinander legt. Dieses Modell konnte ein Prototyp einer vereinheitlichten Theorie der astrologischen Häuser und der Tierkreiszeichen.

 

 

 

Man weiß übrigens auch, daß die Valentinischen Gnostiker eine Prozession der Äonen ( Essenzen oder unsterbliche Energien)errichtet hatten, 30 an der Zahl: es ist die Theorie des Plérome, Paradigma der Ganzheit Die 30 Äonen sind in 3 Gruppen unterteilt: Oktade, Dekade Dodekade. Markos von Haeresiarcha ( Ende des II A.D.) hat ein Modell entwickelt, welches die Valentinischen Äonen und die astrologischen Operatoren assimiliert: Die Oktade , von 4 Emanationen oder Äonen gebildet( die Elemente),und vier Mittel ( "elementale" Werte, die Dekade sich aus den 7 Planeten, der "achten Sphäre", der Sonne und des Mondes bildend, und die Dodekade, den zwölf Tierkreiszeichen. Was faszinierend ist, in dem genauen Bericht seines Zeitgenossen Ireneus, ist , daß natürlich die Oktade in Bezug zum Oktopos gestellt werden kann, aber auch daß die Gnostiker eine Art "Vor Wissen" der Existenz von Uranus und Neptun hatten .

Man kennt einen weiteren zeitgenössischen Text , vom II. JH AD., der wesentliche Text auf diesem Gebiet , von einem anonymen Astrologen geschrieben ,der ein System von 8 Häusern oder Orte (loci) darlegt, das er dem Asklepius zuschreibt. "Vom Horoskop ausgehend sucht man alles , was sich auf das Leben bezieht, vom zweiten Sektor aus, in dem man hinauf geht, sucht man nach dem materiellen Leben, vom dritten die Geschwister, vom vierten die Eltern, vom fünften die Kinder, vom sechsten das Mißgeschick und die Erprobung, vom siebenten die Frau, vom achten das Schicksal und der Tod - der - dem - Leben - ein - Ende - macht., und zwar nach denen (Planeten) die einen dominanten Einfluß in ihren Häusern haben." (23)

Die acht Felder von ungefähr 45 Grad, vier davon auf die Ecken zentriert, folgen sich im Sinne der Tagesbewegung. Im dodekatopos werden die Felder von den Ecken , welche die vier "Spitzen" definieren, ausgehend gezählt, und , unlogischerweise , im entgegengesetzten Sinn. Die dreifache Diskrepanz beider Systeme( die Anzahl der Häuser, ihre Positionierung und die Richtung ihrer Abfolge) könnte man mit dem Unverständnis des ursprünglichen Systems , aus welchem die Griechen relativ spät die Errichtung einer zwölfteiligen Verteilung ( auf die Tierkreiszeichen bezogen) entwickelten, erklären.

Diese künstliche Assimilation entzieht dem in Häusern unterteilten Raum ihrer spezifischen Charaktere und impliziert eine Überladung der zodiakalen Struktur. Der Astrologe Cyril Fagan: "die Griechen haben den Dodekatopos dem Tierkreis angeglichen, beginnend mit dem ersten Grad des Widders, ungeachtet der Tatsache , daß die Häuser sich vom Westen zum Osten folgen, während die Tierkreiszeichen sich vom Osten zum Westen hin folgen. Daher ihre Unvereinbarkeit: man kann nicht zwölf Zeichen und zwölf Häuser paarweise zuordnen, wenn sie sich in einem Gegensinn folgen." [ 24 ]

 

Die Lektion des Oktotopos wurde nicht in der Renaissance vergessen: Tycho Brahe legt uns in 1573 ein System von 8 45°Häusern dar, geteilt ab dem ersten vertikalen.[25 ] Das Oktotopos wird auch in der medizinischer Astrologie von Cardan , von Thomas Finck (1561-1656) in seinem Horoscopographia (Schleswig 1591)benutzt, von dem Pionier der englischen Astrologie Christopher Heydon in seinen unveröffentlichten Zeitungen, [26 ] und von Nicholas Culpeper (1616-1654), der es mit dem Mondzyklus und mit der Theorie "der kritischen Tage" verbindet (7., 14., 21. und 28. des Mondzyklus(27).Vor weniger langer Zeit hat Doktor Hans Michel von Nürnberg ein System von 8 Häusern vorgestellt, das auf den Arbeiten des Geophysikers F.Lehner fundiert ist.

 

Wenn die Idee der acht Raum Richtungen wirklich die ursprüngliche und funktionierende Grundlage ist, die zur Ausarbeitung des Systems der astrologischen Häuser geführt hat, müßte es möglich sein , davon Spuren in der antiken Literatur und in den kulturellen Darstellungen wiederzufinden. Das Thema "Ogdoade" ist in der ägyptischen Theo- Kosmogonie rückläufig: nach Isha Schwaller de Lubicz nehmen die aufeinanderfolgenden Kosmogonien von Memphis, von Hermopolis und von Thèbes jedes nach ihrer Organisationsmethode die Vorrangstellung von 4 Paaren an , von "Neter", oder Götter –ursprüngliche Prinzipen[29 ]. Diese Interpretation scheint mit der Vorstellung von Seneka kompatibel zu sein: "die Ägypter haben vier Elemente gestellt und machten ein Paar von jedem von ihnen." [ 30 ]

 

Das indische Kaushîtaki Upanishad (~ 600-400 b. c.) stellt parallel dazu zwei Serien von Situationen, jede, die aus vier Paaren gebildet wurde, die den Zufall der göttlichen und menschlichen Möglichkeiten illustrieren. Auf göttlicher Ebene sind gleichzeitig vorhanden "jener, der in der Sonne ist" und "jener , der im Mond ist", jene die "im Blitz" und "im Donner", "im Wind" und "im Raum", "im Feuer" und "im Wasser" wohnen. Diese 8 Stationen entsprechen einer neuen Reihe von vier polaren Paaren auf individueller Ebene: jene die "im Spiegel" bzw. "im Schatten", "im Echo" und "im Ton", "im Traum" und "im Körper", "im rechten Auge" und "im linken Auge" sind.[31]. Außerdem, wird der Sonnensymbolismus des Rades seit langem in den vedischen Schriftstücken und in Brâhmanas bestätigt. Man findet es in der Architektur wieder: die 8 Direktionen, dargestellt auf dem Rad des Tempels von Konarak (in der Nähe von Puri), dem Sonnen Gott Sûrya gewidmet, symbolisieren die 8 Sonnenstrahlen[32]. Im Kemari ( japanisches Ball Spiel des VII A. D., aber, das in China von II B. C. an bestätigt wurde), 8 Spieler besetzen die 8 Raum Richtungen und müssen sich einen Ballon zurück schicken, der die Sonne symbolisiert .[33 ]

 

Diese Beispiele tendieren zu zeigen, daß ein und dieselbe urbildliche Runde unter verschiedenen Methoden innerhalb ziemlich unabhängiger Kulturen interpretiert worden ist, und entgegen den Tierkreis ist die Daseinsberechtigung der Vorrichtung am Faden der Jahrhunderte geblichen. Es ist wahrscheinlich, daß die Raum Ordonnanz durch acht, der strukturaleren Ordonnanz durch zwölf , die einer delikateren Handhabung unterliegt, vorausgegangen ist. Mit dem Tierkreis verläßt man das Konkrete, das Erdige- zugunsten dem abstrakten, dem himmlischen. Der Verlust der Empfindlichkeit bezüglich des Raums (und der Zeit), datiert nicht von heute: er markiert die Unfähigkeit "des modernen" Bewußtseins, das ins kali yuga 3101 [34 ] im 28. Jahr des 7. Manu getaucht wurde, pro Orte und pro Zeitpunkte zu denken.

 

 

 

 

DIE ORGANISATION DES DOMINION

"Denn es ist recht und billig, daß auch über jene das Urteil der Erfahrung gehört wird, die ja auch, vor den Überlegungen der Vernunft, zuerst den glauben an die übrigen Aspekte geweckt hat."

(Johannes Kepler Harmonices Mundi IV 5)

 

Der in Häusern geteilte Raum organisiert sich auf gerichteten Sektoren oder Gebieten: es ist die Theorie der astrologischen Häuser. Die Unsicherheiten, die in diesem umstrittenen Zweig der Astrologie fortbestehen bleiben, haben zahlreiche Praktiker angespornt, sie nach dem Beispiel Keplers zu evakuieren. In der Tat stimmen sie weder über ihre Lokalisierung, noch über ihre Zahl, noch sogar über ihre Natur, ihre Funktion oder ihre Bedeutung überein. Im Gegensatz zum Tierkreis oder zum Planetarischen ist das Dominion bis zum heutigen Tag der Gegenstand keiner überzeugenden neuro - physiologischen Wechselbeziehung, die zur Ausarbeitung eines Modells führen könnte. Es ist möglich, daß neue wissenschaftliche Fortschritte insbesondere im geomagnetischen Bereich dazu beitragen können, das Durcheinander zu entwirren.

 

Die Tierkreise können als geozentrische Zyklen definiert werden, die Planeten strukturieren, und deren Tierkreiszeichen die aufeinanderfolgenden Phasen darstellen: jährlicher Zyklus für die Sonne, "monatlicher" Zyklus für den Mond, Zyklus von 12 Jahren für Jupiter (das ist in der in der chinesischen Astrologie wesentlich), Zyklus von 165 Jahren für Neptun... Das Häusersystem ist eine Aufgliederung des himmlischen Raums ,der verschiedenen Phasen seines täglichen Rhythmus, ein offensichtlicher Rhythmus, der auf die Rotation der Erde auf sich selbst zurückzuführen ist. Sie faßt die Raum-Zeitverwurzelung des Organismus auf der Erde in Begriffe und erlaubt die in Ordnung Stellung der täglichen aufeinanderfolgenden Positionen der Planeten für einen Beobachter, der sich an einem spezifischen Ort der Erdoberfläche befindet.(35 ]Die Häuser sind topozentrische Unterteilungen des himmlischen Raums. Daraus ergibt sich, daß die, von der Stunde und vom Geburtsort des Geborenen abhängige Abgrenzung der Häuser, ein Radix "personalisieren", unter einer Vielfältigkeit von ähnlichen Radixen, nämlich jenen eines bestimmten Tages.

 

Die Erde dreht sich um sich selbst, vom Westen nach Osten, in 24 sideralen Stunden, so daß sich während dieser Periode die Gesamtheit des himmlischen Raums sich von Osten nach Westen zu verschieben scheint, einschließlich der bevorzugten Beteiligten des Sonnensystems, den Planeten , des Sternes , der sie in seinem Anziehungsfeld aufrechterhält und des Erdsatelliten. Die offensichtliche tägliche Bewegung dieser Sterne trägt sich in einer sinusoidalen Kurve in 4 Phasen ein, ähnlich jener, die ihre tierkreisliche Bewegung charakterisiert: der Stern erhebt sich vom Aszendenten zum Medium Coeli über dem Horizont, senkt sich vom Medium Coeli zum Deszendenten, immer noch über dem Horizont, vom Deszendenten zum Immum Coeli geht er unter den Horizont, erhebt sich dann vom Immum Coeli zum Aszendenten, aber unter dem Horizont. Diese 4 Phasen definieren die halben Tag- und Nachtbögen eines Sternes.[36]

 

Die tägliche Bewegung eines Sternes durchquert acht aufeinanderfolgende Phasen, die acht "Raum -Teile" abgrenzen, acht spezifische Tagbereiche (positiv, offen) dann Nachtbereiche (negativ, geschlossen) nach ihrer Lokalisierung über oder unterhalb des Horizontes:

-1.Der Stern erhebt sich und geht über den Aszendenten.

-2. Er erhebt sich über dem Horizont im Osten (an der linken eines Beobachters, der auf den Süden gerichtet ist).

-3. Er überquert seine Höchsthöhe (Höhepunkt des Medium Coeli).

-4. Er geht im Westen über den Horizont erneut hinunter.

-5. Er legt sich hin und über den Deszendenten.

-6. Er geht erneut unter dem Horizont im Westen.

-7. Er erreicht seinen niedrigsten Punkt (Höhepunkt des Immum Coeli).

-8. Er erhebt sich erneut, aber unter dem Horizont ,im Osten.

 

 

 

 

Die Organisation des Dominions in 8 unterschiedlichen Sektoren ergibt sich aus einem doppelten Grundsatz: der Wechsel eines Tag Quaternär (Häuser 1 2, 3 und 4) mit einem nächtlichen Quaternär (Häuser 5, 6, 7 und 8) und das Eingreifen eines Eck Quaternär (Häuser 1 3, 5 und 7) mit einem mittleren Quaternär (Häuser 2, 4, 6 und 8). In den Phasen 1, 2, 3 und 4 von der täglichen Bewegung ist der Stern über dem Horizont (Tagsektoren); in den Phasen 5, 6, 7 und 8 ist er unter dem Horizont (Nachtsektoren). In der Phase 1 erhebt sich der Stern und wird sichtbar (Objektivation); in der Phase 3 gipfelt er (Individuation); in der Phase 5 legt er sich hin und wird wieder unsichtbar (dem Tag schließt sich das Nächtliche an : Alligation); in der Phase 7 erreicht er seinen niedrigsten Höhepunkt (Partizipation).[37 ] Der AC Winkel markiert die Introversion (eine auf das Innere gerichtete Geisteseinstellung), der MC Winkel markiert die Extraversion (eine auf die Außenseite gerichtete Geisteseinstellung), der DC Winkel die Äußerung (eine Tendenz, nach Außen zu projizieren, was in Innerem ist), und der IC Winkel die Interiorisation( Tendenz nach Innen zu führen, was Außen ist) (38).

 

Eine formelle Logik setzt die Organisation des Dominions voraus. In der Tat nimmt er ein Symmetriezentrum an, das die Bereiche Alligation den Bereichen Objektivation und die Bereiche Teilnahme und Individuation entgegensetzt, und eine Symmetrieachse die Bereiche ein zweites Mal entgegensetzt die Tagsektoren den nächtlichen: von der Individuation zur Objektivierung und von der Alligation zur Teilnahme. Außerdem folgen sich die eckigen Sektoren (3, 5, 7 1), wie die Zwischensektoren (8, 2, 4 sich 6) ,von der Individuation zur Objektivation, indem sie durch die Alligation und die Teilnahme gehen, im Sinn der offensichtlichen täglichen Bewegung des Sternes .

Die Kurven, die durch die statistischen Forschungsarbeiten " der Gauquelin" betont wurden, illustrieren diese Verteilung. In der Tat, ausgenommen ihr zweifelhaftes Interesse, was ihr Projekt betrifft, die astrale Wirklichkeit für rechtsgültig zu erklären oder zu entkräften, zeigen sie, daß die Verteilung der Geburtspositionen einiger Planeten an de Achsen bei Individuen die spezifische Aktivitäten ausüben, eine charakteristische Kurve, insbesondere für Mars bei den Soldaten und den

Sportlern, für Saturn bei den Wissenschaftlern und für Jupiter bei den Politikern zeigt. Trotz Überschwang von Artikeln, die sich auf die Arbeiten der französischen astro- Statistiker beziehen, sind jene selten, die nur in Betracht gezogen haben, was meiner Meinung nach die einzige echte, unbewußte, Entdeckung dieser Arbeiten ist, die Einschreibung in den globalen Kurven der acht astrologischen Häuser.[39 ] In der folgenden Graphik , die aus einem der ersten Werke von Michel Gauquelin [ 40 ]stammt, habe ich die Grenzen der 8 Bereiche hinzugefügt, wie sie sich logisch aus der Vorzeichnung der 16 Segmente der Kurve ergeben.

 

 

 

 

Acht Bereiche die vier Angular(Eck) - Zonen und die vier Zwischenzonen tragen sich in ein Schema ein, das seine Erklärung im irdischen Magnetismus finden könnte.[41] Ich dachte, daß die Verschiebung hinsichtlich der Winkel, der für die Bereiche 1 und 3 erscheint, daher stammen konnte, daß das Gauquelin-Stichprobenverfahren eine Mehrheit von ungefähren Stunden enthält, oft mit einer halben Stunde Abweichung, und daß die natürliche" Tendenz der Familienmitglieder darin bestand, im Standesamt eine Geburtsstunde anzugeben, die nach der wirklichen Geburtsstunde sei. Jedoch scheint es mir jetzt, daß der Breitengrad der Radixe des Stichprobenverfahrens (nördliche temperierte Zone), ebenfalls betroffen ist, und, daß man ihre Eck - Auffindung wieder in Frage stellen muß (vgl. weiter unten: das Häusersystem).

Die Kreis Disposition der Trigramme, die gesagte "Reihenfolge des früheren Himmels" , traditionell Fou Hi zugeschrieben , der legendäre Erfinder der Hexagramme des chinesischen Yi King, könnte ein proto- Modell des Dominions sein. Die 8 Raum Richtungen, die traditionell mit den 8 Winden verbunden sind und, die durch die 8 Trigramme symbolisiert wurden, bilden eine Windrose : LI im Osten, TOUEI im Südosten, K' IEN im Süden, SOUEN im Südwesten, K' AN im Westen, KEN im Nordwesten, K' OUEN im Norden und TCHEN an Nordosten.[42 ]

 

TCHEN, LI, TOUEI und K'IEN werden als "männlich" [ Tag- ], in Anbetracht der durchgehenden Linie, der an ihrer Basis angesiedelt ist, angesehen; SOUEN, K'AN, KEN und K'OUEN sind "weiblich" [ Nacht- ]. Außerdem sind die Trigramme durch das Zentrum nach ihrer Strukturmorphologie und ihrer Bedeutung zusammengefügt: "der Himmel [ K'IEN ], und die Erde [ K'OUEN ], bestimmen die Richtung. Der Berg [ KEN ], und der See [ TOUEI ], vereinigen ihre Kräfte. Der Donner [ TCHEN ], und der Wind[ SOUEN], regen sich gegenseitig an. Das Wasser [ K' AN ], und das Feuer [ LI ], bekämpfen sich nicht. So sind die acht Trigramme verheiratet." [ 43 ]

 

Wenn man die Polarisation, die der Organisation der Trigramme wie jener des Dominions gemeinsam ist, respektiert und wenn man die symbolischen Bedeutungen der Trigramme mit jenen des Dominions vergleicht (vgl. unten), dann kann die folgenden Annäherungen annehmen:

TCHEN (der Donner, der "Aufrüttler"): Tages Objektivierung (die Mitteilung)

LI (das Feuer, das was anhaftet): Tages Alligation (die Freundschaft)

TOUEI (der See, das fröhliche): Tages Individuation (die Lage)

K'IEN (der Himmel, das schöpferische): Tages Teilnahme (die Harmonie)

SOUEN (der Wind, eindringende): Nacht Individuation (die Renommiertheit)

K'AN (das Wasser, das unergründbare): Nacht Teilnahme (das Geheimnis- Mysterium)

KEN (der Berg, die Immobilisierung): Nacht Objektivierung (die Kenntnis -das Wissen)

K'OUEN (die Erde, das rezeptive): Nacht Alligation (das Paar)

 

 

 

 

Daraus ergibt sich, daß die Reihenfolge der Trigramme in der sogenannten Disposition des Fou Hi , jener des Dominions isomorph ( gleiche Gestalt) ist, durch die Substitution einer Achsensymmetrie zur zentralen Symmetrie [ 44 ], und indem sie mit TCHEN, das erste Tages Trigramm beginnt .[45 ] So wären die Trigramme Symbole für astrologische Häuser, die mehr oder weniger gut interpretiert und begriffen, seit den zurückliegenden Zeiten ihrer Erfindung, und ihre Organisation wäre ein Prototyp des Dominions .

 

 

 


6

 

SEMANTIK DER GEBIETE

"die Natur des Hauses ist stärker als jene des Zeichens."

(Marcus Manilius: die astrologischen)

Man hat seit langem bemerkt, daß die "Bedeutungen", die den Häusern des Dodekatopos zugeschrieben wurden, eine gewisse Logik zu befolgen schienen, und gewissermaßen eine Systematisierung forderten: zum Beispiel Haus 3 (Brüder und Schwestern), 7 (Ehepartner), und 11 (Freunde), die künstlich mit den Sternzeichen Zwilling, Waage, Wassermann assoziiert sind, und künstlicher noch mit dem LUFT-Element , aus einer gemeinsamen Kategorie, jener der Beziehungen hervorgehen. Verschiedene Versuche sind ausgearbeitet worden, die alle in eine ähnlichen Aufgliederung mündeten. Ich habe dasselbe Viererschema wiedergefunden, das im 32 Jahre Intervall wiederholt wurde: bei Alan Leo (1913), sind das Haus 1, 5 und 9 verbunden mit dem Feuer und mit Mir (self)(Selbstinduktionsspule), Haus 2, 6 und 10 mit der Erde und dem Nicht - Ich (not-self), Haus 3, 7 und 11 mit der Luft und mit der Beziehung, Haus 4, 8 und 12 mit dem Wasser und mit der Bilanz (summation). Bei Marc Edmund Jones (1945), sind das Haus 1, 5 und 9 mit dem Ich verbunden, Haus 2, 6 und 10 mit den Geschäftsangelegenheiten und mit den Gegenständen (concern), Haus 3, 7 und 11 mit den Beziehungen, Haus 4, 8 und 12 mit den Belohnungen und den Ergebnissen (reward). Bei Jean-Pierre Nicola (1977), ist das Haus 1, 5 und 9 mit dem Subjekt verbunden, Haus 2, 6 und 10 mit dem Gegenstand, Haus 3, 7 und 11 mit der Beziehung, Haus 4, 8 und 12 mit der Integration.[46 ]

Außer der Tatsache, daß diese Verteilungen, meiner Meinung nach ein überholtes Häusersystem, jenes des Dodekatopos ,dem Tierkreis "abgeschaut", systematisieren, dessen Elemente sich aufeinander folgen, im umgekehrten Sinn der Tagesbewegung, [ 47], beziehen sie sich auf eine Äußerlichkeit . Wie könnten die Gegenstände der empfindlichen Welt im Radix enthalten sein? Kepler , Verleumder der klassischen Häuser Theorie , gab zu beobachten, daß der Himmel "dem Menschen seine Gewohnheiten nicht gibt, seine Geschichte, sein Glück, seine Kinder, sein Reichtum, seine Frau (...)" [ 48 ], kein" Gegenstand "der empfindlichen Welt kann im Radix eines Geborenen eingetragen sein.

Selbst wenn man sagt, daß das dritte Haus "die Brüder" nicht betrifft, aber der Bezug, den man zu ihnen haben kann, bleibt dann trotzdem eine bestehendes Äußeres, das nichts mit dem astralen zu tun hat. Es müßten dann, alle einzelnen Söhne eine ähnliche Art der Konfiguration im "Haus der Brüder" haben! Und warum wäre die Existenz der Brüder und der Schwestern, Zufallsereignis biologischer Art, im Radix eines Geborenen eingetragen, dessen Geburt in manchen Fällen aus der Zeit vor diesem Ereignis stammt?

Die Häuser können keine Ebenen individueller Verwirklichung außerhalb des Bewußtseins bezeichnen; sie beziehen sich nicht auf Außengegenstände, sondern auf einen Zustand, auf innere Anreize. Die Unterscheidung des symbolischen Raums setzt verschiedene Organisationsfelder der Eindrücke voraus. Die astralen Häuser sind für das Bewußtsein die Methoden subjektiver Befürchtung vor seiner Umwelt, die Beziehungsgefüge, das sie in seinem Milieu zuschneidet. Sie übersetzen die Art, mit der es seine Beziehung zu dem was es umgibt, die Art und Weise, wie es sich in der Welt impliziert fühlt, seine Methode existentieller Einfügung, seine Methode vom in- der- Welt- dasein, wahrnimmt. So baut jeder seinen Raum durch das ein oder andere von diesen astralen Gerüsten.

Das Dominion besteht aus vier Gruppen von zwei Häusern, die eine " des Tages", und die andere "des Nachts". Jede dieser Gruppen markiert einen gewissen Grad der Öffnung des Bewußtseins an, in Bezug auf dem was es umgibt. Ich nenne sie Individuation, Alligation, Partizipation(Teilnahme) und Objektivation(Objektivierung). Die Öffnung des Bewußtseins ist in der Objektivierung(Objektivation) maximal, minimal in der Individuation. Man kann die bedingten Auswirkungen dieser verschiedenen Bezugs Methoden der Welt gegenüber, die das Bewußtsein steuern, definieren. So bezeichnet Haus 3 (Tagindividuation = Haus 10 des Dodekatopos), weder das Handwerk, noch den Beruf, noch sogar die Karriere, die Ehren oder den Ruf, sondern die Methode der Integration des Bewußtseins in Bezug auf die Welt, die individuierte Methode, die dieses Bewußtsein anspornt zu glauben, daß das Bestreben nach Ehren und der sozialen Anerkennung der offensichtliche Wert sei, der seine Existenz rechtfertigt, die ihn dazu veranlaßt haben Taten durchzuführen, seine Ideale zu verwirklichen, ungeachtet derer tatsächlichen Ergebnisse.

 

Die Häuser Individuation [ 49 ], markieren eine Tendenz, sich zu individualisieren, unterschiedliche Charakter zu erwerben, sich zu verwirklichen, durch das was in uns noch besonderer, noch persönlicher, noch subjektiver ist , sich sogar von der umliegenden Wirklichkeit abzugrenzen und sich dann sogar dem ganzen Rest zu widersetzen. Der Individuierte fühlt sich isoliert: er kämpft und bewegt sich im Bereich des Wettbewerbs.

Die Häuser Alligation(Vermischung, Vermengung) [ 50 ], markieren eine Tendenz, sich zu äußern, sich für andere zu öffnen, sich besonderen Realitäten oder Personen zu nähern, sich mit ihnen in Gegenseitigkeit zu verbinden, in der Beziehung und in der Transparenz der Bewußtseinsvorgänge aufzublühen. Der "Vermengte" fühlt sich verbunden: er bewegt sich im Bereich der Wechselwirkung.

Die Häuser Partizipation( Teilnahme) markieren eine Tendenz, die unterschiedlichsten Wirklichkeiten zu verinnerlichen, eine Interdependenz gegenüber dieser Wirklichkeiten, sich als ein lebender Teil einer organischen einschließenden Gesamtheit zu empfinden, in der Resonanz einer Vielfältigkeit an Wesen und durch eine unbestimmte Rezeption am lebenden. Der "Teilnehmende" fühlt sich geborgen, ausgefüllt: er weidet sich im Raum der Integration.

Die Häuser Objektivation( Objektivierung) markieren eine Tendenz, sich vom wirklichen zu abstrahieren, sie in Bezug zu einer Äußerlichkeit zu setzen, die befürchtete Phänomene verlängert und diversifiziert, selbst jede Identität zu verlieren, bis er zu dem Element unter anderen wird, von einer Komplexität, die für jedes von ihnen bestimmte Beziehungen induziert. Der "Objektivierte" fühlt sich wie in einer Enklave: er abstrahiert sich im Netz der Einverleibung.

Die persönlichen Pronomen der Sprache illustrieren diese Vierteilung. Das ICH (Individuation) kennzeichnet die Isolierung und die Behauptung eines getrennten Subjekts, das einer undeutlichen Menge trotzt. Das DU - und SIE - (Alligation), kennzeichnen die Verbindung zum anderen, das in Perspektive setzen der Andersartigkeit in Form des Dialogs, des Austausches und der Durchlässigkeit der Bewußtseinsformen. Das WIR(Teilnahme), kennzeichnet die Integration in einer organischen Gesamtheit, die im Einklang handelt und nicht die einfache Assoziation gemeinsamer Interessen. Das SIE - ER SIE ES SIE - (Objektivation) kennzeichnet die Äußerlichkeit und die Objektivität des Blicks. Diese Angabenzeichen in der Literatur und in der Schrift im allgemeinen sind oft ziemlich verläßliche Indikatoren der Tendenzen des Schriftstellers: ICH von Augustinus, von Montaigne und von Descartes, das DU aus den Dialogen von Plato, das WIR von Heraklit...

 

Die sogenannten "possessiven" Pronomen kennzeichnen nicht immer den Besitz, sondern finden jeweils nach Sachlage auf die ein oder andere der vier Beziehungsarten Anwendung: wenn ich meinen Füllfederhalter, mein Katze, die unter dem Tisch schnurrt, meinen Gesundheitsstand oder meinen Text erwähne, so gibt das possessive die Zugehörigkeit, die Verbindung, die Integration bzw. das Eingreifen an. Mein Füllfederhalter ist ein Gegenstand außerhalb von mir selbst: ich benutze ihn, ich könnte ihn austauschen, er besteht nur, um mir zu dienen. Meine Katze ist ein Wesen, mit dem ich eine besondere Beziehung habe: sie hat ihr Verlangen, ihre Launen, ihre Tricks, und ich habe meine. Wenn ich über meine Gesundheit spreche, stelle ich mir schwer vor, über etwas anderes zu sprechen, als über mich selbst. Und schließlich ist da der Text, den ich gerade schreibe, er ist außerhalb von mir, denn ich beuge mich vielen Zwängen, aber er ist auch so, wie ich ihn zu führen beabsichtige, die Spiegelung meines Verständnisses einer Sprache und eines Gedanken, der mir nicht wirklich gehört: durch die Betätigung des Schreibens unterliege ich immer der Infrastruktur einer Sprache und eines geistigen Universums, die schon vor mir bestehen.

 

Der "individuierte" Charakter - der eben nur Individuum in dieser Art als solcher ist - versucht sein Prestige zu erhöhen und Macht zu erringen auf dieser Welt , die er besucht. Er führt seine "Unternehmen" um einen wesentlichen materiellen oder sozialen Profit zu erwerben . Seine Art zu lernen ist pragmatisch: er sucht konkrete Ergebnisse durch seine aktive Umwandlung der Umwelt. Für ihn sind die Wirksamkeit der Aktion und der Gebrauchscharakter des Wissens vorrangig. Der ontologische Unterschied eines Individuums zu seinen Mitbürgern, seinem Konkurrenten wird in der Art der Trennung der Bewußtseinsformen gelebt. Das Ich versteht sich als begrenzt und durch das Nicht - Ich gestört: Fichte. Das Bewußtsein fühlt sich durch jede Andersartigkeit oder Äußerlichkeit verfremdet: Sartre.

 

Tag- oder offene Individuation (der Beruf, die Situation): Vermehrung der Erfahrungen, um den Sachen die eigene Prägung zu geben, Behauptung des Ego durch die Aktion, Verwirklichung eines Projekts oder eines Unternehmens , das das subjektive Machtgefühl befriedigen könnte, ständige Begeisterung in der Fortsetzung von diversifizierten Zielsetzungen . Wirklich ist nur das, was die Kraft anerkennt.

Nächtliche oder geschlossene Individuation (das Renommee): Erhaltung seiner Interessen und ein sich abkapseln, Aneignung der in dem Milieu verfügbaren Energie, Herausbildung und Behauptung seiner selbst in einer eindeutigen Form, Assimilation und egozentrische Neuorganisation der Äußerlichkeit. Der Intellekt als Mittel für die persönliche Kraft.

Ein "alligierter"(vermischter) Charakter lebt in Symbiose mit anderen . Er baut seine Persönlichkeit durch seine Zusammenkünfte , den Dialog und durch den Austausch auf. Er erwacht unter dem Blick des anderen und gemäß dessen Reaktionen. Seine Art zu lernen ist gefühlsbetont: er wächst innerhalb von Vertrauen und Wärme, die durch die Anwesenheit von anderen entsteht. Der Andere ist jemand : es ist die Bedingung für die gegenseitige Umwandlung der Bewußtseinsformen. Der ontologische Unterschied wird als eine Unvollkommenheit, als eine Unzulänglichkeit jedes isolierten Wesens gefühlt und bereitet die Notwendigkeit vor, seine (oder ihr) ergänzend (es) zu finden. Die Geselligkeit ist nur im Raum der Bewußtseinsformen möglich, die sich eingestehen: Rousseau. Das Wirkliche, das sofort dem Bewußtsein angeboten ist nicht das Ich, sondern der Andere: Scheler.[51]

Nacht- oder geschlossene Alligation (das Paar): Schaffung eines Schutzraums, der bevorzugte und emotionsgeladene Beziehungen erlaubt, tiefe und wesentliche Anhaftung dem nächsten, intimsten gegenüber, Aufgabe und Beachtung dessen ,was man mag, gleichzeitiges Mitteilungsbedürfnis der Bewußtseinsformen, totales Zusammenleben für das beste und für das schlechteste. Gleichwertigkeit des mein und des dein.

Tag- oder offene Alligation (die Freundschaft): Teilnahme an einem Gemeinschaftsfeld, von dem man die Integrität bewahrt, und wo man sich die Organisationsfunktion vorbehält, Darstellungs-, Rollen- und Szenarioschaffung in einem benutzerfreundlichen Raum, wo jeder seine Stelle findet, Entfaltung im in Szene Setzen des Alltags. Jeder spielt seine Rolle in der menschlichen Komödie.

Der "teilnehmende" Charakter strebt nach seinem wesentlichen Wesen und hält sich am lauschen nach innen. Eingetaucht in der unbegrenzten Bewegung der Welt, nimmt er an ihren geringsten Veränderungen und Vibrationen teil. Seine Art zu lernen ist ethisch: er regt zur Verwirklichung dessen an, was die Situation fordert, in dem "sich dem – Augenblick- hingeben" und durch die vorherige Annahme der Folgen seiner Handlungen. Die Tugend ergibt sich aus einer desinteressierten Betrachtung, die durch eine innere Forderung belebt wurde. Der ontologische Unterschied ist eine Voraussetzung für die differenzierte Integration jedes einzelnen in ein gemeinsames Ganzes. Jedes Wesen drückt eine besondere Perspektive einer harmonischen Gesamtheit aus: Leibniz. Einzig die Intersubjektivität kann den Graben füllen, der das Bewußtsein von der Welt trennt: Husserl.

 

Tag- oder offene Teilnahme (die Harmonie): unmittelbare Imprägnierung der subtilsten Realitäten, Öffnung dem Möglichen und dem Zeitlosen, Suche nach dem Klima, das für die Entfaltung günstig ist, Empfänglichkeit dem zeitlosen Maß der Wirklichkeit gegenüber, Betrachtung ihrer unsagbaren Schönheit über den Anschein hinaus. Die Welt ist magisch und durch und durch lebendig.

Nacht- oder geschlossene Teilnahme (das Geheimnis, Mysterium): Enteignung des Ich durch die in Frage Stellung jeder formellen Identifikation unwahrscheinliche Achtsamkeit, Fähigkeit sich selbst zu ändern innerhalb eines engen, aber lokal intensivierten Feldes, Vergeistigung des Bewußtseins, Spiritualisierung des Bewußtseins, dem unsagbaren gegenüber sensibilisiert. Die Welt ist unergründbar und nicht das, was sie zu sein scheint.

 

Der "objektivierte" Charakter sucht ein Wissen, das durch eine selbe Logik, die Außenphänomene behandelt und jene, die seinen Geist leiten, und er fürchtet sich vor einer Kenntnis, die ihn von den egoistischen Interessen befreien könnte, die auf seine existentielle Verwurzelung zurückzuführen sind. Seine Art zu lernen ist kognitiv: er setzt die Entsprechung des Intellektes und der Sprache der Außenwelt voraus, und entwickelt sich durch die Abstraktion und durch die Überlegung. Der ontologische Unterschied wird durch allgemeine Gesetze geleitet. Das wirkliche ist in seiner Gesamtheit vernünftig: Hegel. Das wirkliche kann Gegenstand einer unendlichen logischen Analyse sein: Peirce.

 

Nacht- oder geschlossene Objektivation (das Wissen): Kontrolle der Einschränkungen und der Zwänge, die zu der Überwindung jeglicher materiellen oder existentiellen Abhängigkeit führt, Prüfung und Eliminierung der Künstlichkeit, in Schlaf Setzen jeder Erregung, überlegte Konstruktion seiner selbst und der Welt. Das Wissen befreit vor Unwissenheit und Erregung.

Tag- oder offene Objektivation (die Kommunikation): Versuche an sich selbst durch die Implizierung in einer Reihe abstrakter Beziehungen, Multiplikation der mediatisierten Beziehungen mit der Umwelt, Abschaffung des Ego und des tragischen Gefühls der Isolierung eines jeden. Das Wissen bringt die Menschen einander näher.

 

 

 

 

 

Die 8 Häuser scheinen in einer recht logischen Reihenfolge auf.[52 ] In "Kommunikation" und in "Freundschaft" versucht der Mensch, seine Isolierung zu überwinden: er erwacht der Welt gegenüber, dann bindet er sich an andere. In "Beruf" und in "Harmonie" versucht er, seine Machtlosigkeit zu überwinden: er läßt sich in der Gesellschaft nieder, dann öffnet er sich dem Leben in all seiner Diversität.[53 ] Im "Paar" und im "Wissen" versucht er, sein Unvermögen sich zu ergänzen zu überwinden: er zieht sich zurück mit dem was er mag, dann mit dem was er weiß. In "Geheimnis"(Mysterium) und in "Renommee"(Renommiertheit) erreicht er den Abschluß(das Ziel) seiner Existenz und versucht, sein Schicksal zu überwinden: er gibt alles auf und deckt das Unaussprechbare der Welt auf, dann ist er nicht mehr da und hinterläßt sein Erbe, sein Eigentum und seinen Namen. Die griechischen Bezeichnungen der astrologischen Häuser (das höllische Tor, das schlechte Schicksal, der Gott...) wurden aufgegeben und durch einfache Zahlen ersetzt , was wie mir scheint, ein Zeichen des Mißerfolges des Systems der 12 Häuser auf symbolischer Ebene ist. Wenn man jetzt die "Bedeutungen" der 12 Häuser [ 54 ] mit jenen vergleicht, die ich in meiner Interpretation des octotopos vorschlage, beobachtet man eine relative Übereinstimmung.

 

1 (dodekatopos) das Leben = 1 (octotopos) Mitteilung, das Wecken an Welt

11 (dodekatopos) Freunde = 2 (octotopos) Freundschaft

10 (dodekatopos) Ehren = 3 (octotopos) der Beruf(Situation), die Karriere, Ehre

9 (dodekatopos) Reisen, die Entdeckungen = 4 (octotopos) die Harmonie, die geistige Erfahrung

7 (dodekatopos) die Ehe, der Ehepartner = 5 (octotopos) das Paar

6 (dodekatopos) die Gesundheit, die Arbeit, das Leiden =? 6 (octotopos) Das Wissen

4 (dodekatopos) Familienmitglieder, die Ursprünge = 7 (octotopos) das Geheimnis(Mysterium)

2 (dodekatopos) das Geld, das Eigentum = 8 (octotopos) das Renommee (Renommiertheit), das Erbe.

 

 

Außerdem verwirrt mich seit langem die zusammenhanglose Kopplung der griechischen Bezeichnungen der 12 Häuser : das gute Schicksal (Agathê tuchê) und das schlechte Schicksal (Kakê tuchê) der Häuser 5 und 6, der gute Geist (Agathos daimôn) und der schlechte Geist (Kakos daimôn) der Häuser 11 und 12, der Gott (Theos) und die Göttin (Thea) der Häuser 9 und 3, die zwei ersten Paare, die aneinander liegenden Häuser verbinden, das dritte die symmetrischen Häuser. Ich schlage die folgende Erklärung vor: Haus 5, 12 und 3 wären später hinzugefügt worden, sowie Haus 8, dessen griechische Bezeichnung im übrigen problematisch bleibt. Es hätte also ein anderes Modell- vom octotopos- gegeben, das außer den 4 angularen Häusern, nur Haus 2 (Aidou pulê = lateinisch porta inferna = Tür von Hades oder Höllen Tor), 6 (Kakê tuchê = lateinisch Mala fortuna = Schlechtes Schicksal) 9 (Theos = lateinisch Deus = der Gott) und 11 (Agathos daimôn = lateinisch Bonus daemon = der gute Geist) vom späteren dodekatopos, umfaßte. Dieses System ist aus folgenden Gründen koherent: die Mala fortuna (Kakê tuchê) und die porta inferna (Aidou pulê) finden sich unter dem Horizont wieder (ihren weiblichen und negativen Charakter festzustellen), das Deus und der bonus daemon über dem Horizont; Mala fortuna widersetzt sich semantisch dem bonus daemon und die porta inferna dem Deus; die Porta inferna ist logischerweise das letzte Haus, jenes das den Übergang zum Tod markiert. Hier also die wahrscheinlich älteste griechische Version des octotopos und seine Gleichwertigkeit mit dem Modell des Dominions:

 

1 Der Anzeiger der Stunde (griechisch hôroskopos) = AC = die Mitteilung, das Erwachen in der Welt

2 der gute Geist (= Haus 11 des dodekatopos) = Freundschaft

3 die Mitte des Himmels (griechisch esouranêma) = MC = Beruf, Situation

4 der Gott (= Haus 9 des dodekatopos) = die Harmonie, die geistige Erfahrung

5 Das Untergehen (griechisch dysis) = DC = Paar

6 das schlechte Schicksal (= Haus 6 des dodekatopos) = Wissen

7 das unterirdische (griechisch hupgeions) = IC =Geheimnis(Mysterium)

8 das Tor des Hades (= Haus 2 des dodekatopos) = das Renommee, das Erbe

Die Existenz eines im Tagessinn (Richtung der Tagesbewegung)gehenden organisierten octotopos, der von Haus 1 (vita), zu Haus 8 (mors)geht, wird bestätigt (vgl. oben). Die Existenz dieses anderen octotopos, das auch nach der Tagesbewegung gestaltet wurde, scheint mir also stark wahrscheinlich: außerdem ist es gänzlich kompatibel mit dem Dominion, wie ich mir es intuitiv von 1982 an vorgestellt habe. Es stammt wahrscheinlich aus der Zeit vor dem anderen octotopos, das nur nach der Assimilation der zwölf Tierkreiszeichen an den zwölf Häusern Dodekatopos erschienen wäre, nach dem Schema, das leider noch immer die Mehrzahl der Übersetzer beeinflußt: Widder/das Leben, Stier/das Geld, Zwilling/die Brüder...

Nehmen wir das Entwicklungsschema von Gundel , aber dieses Mal in 6 Stufen ,wieder auf:

1: Ein Anfangssystem mit 4 Quadranten

2: Eine Organisation in 8 Bereichen von 45°, sehr alt in ihrer griechischen Form (~ 350 b. c.?), und vielleicht babylonischen oder assyrischen Ursprungs.

3: Eine Organisation in 12 Sektoren, die im Uhrzeigersinn gezählt wurden, mit Hinzufügung der 4 Häuser, von denen man die griechischen Namen beibehalten hat.

4: Die hermetistische Organisation in 12 Sektoren, die im umgekehrten Uhrzeigersinn und auf dem Modell des Tierkreises gezählt wurden (~ 250 b. c.).

5: Die Assimilation der Namen der zwei dodekatopos, die von nun an in denselben Sinn drehen.

6: Ein octotopos vor Manilius (~ 100 b. c.), im II. Jahrhundert a. d. bestätigt, das von dem Tierkreis dodekatopos ableitet(gepaust) wurde, von dem man 8 Häuser beibehalten hat ,darunter das Achte, der Tod, das dem höllischen Tor des ersten octotopos zu entsprechen scheint.

Somit ,angesichts dieses echten Rätsels, nämlich der Existenz von wenigstens zwei konkurrierenden semantischen Modellen des octotopos, und mehrerer Varianten des dodekatopos ist es nicht erstaunlich, daß Manilius sich da nicht auskennen konnte: was sicher ist, ist die Tatsache, daß Bouché-Leclercq 1900 Jahre später da auch nichts verstanden hat.

 

 

8

DAS HÄUSERSYSTEM

 

"Diese Königreiche sind nicht von einem äußeren Punkt

gekommen. Sie kommen von den vier Unterteilungen deines Herzens."

(Bardo Thödol)

Etwa sechzig Häusersysteme (das heißt die Organisation der astrologischen Häuser im himmlischen Raum), sind ausgearbeitet worden. Theoretisch kann man sich noch viel mehr davon vorstellen, man muß nur einigen Kriterien folgen: die Anzahl der Häuser, ihre Lage hinsichtlich der Auffindungspunkte (Häuser, die ausgehend von Punkten oder Spitzen gezählt wurden oder, die auf diese Spitzen ausgerichtet sind), ihrer Reihenfolge (Tagesbewegung oder umgekehrt), der Einteilungen ( Ekliptik, der Äquator, vertikaler, mittlerer Horizont), der Projektion oder nicht der Teilungspunkte über der Ekliptik...

John North hat gezeigt, daß die Häusersysteme, die Campanus (XIII. Jahrhundert), Regiomontanus (XV.Jahrhundert), und Placidus (XVII. Jahrhundert) zugeschriebenen wurden, älter sind [55 ]. Der große Al-Bîrûnî (973-1049) befürwortete die"Campanus-Methode". Geoffrey Dean hat die Methoden der Häuserzuteilung in drei Kategorien eingeteilt: jene, die direkt die Ekliptik teilen (darunter das sogenannte System der äqualen Häuser), jene die auf der Ekliptik die Punkte ausrichtet, die auf eine andere Flächenteilung zurückzuführen sind, (darunter das System des Jean-Baptiste Morin und jene des Campanus und des Regiomontanus), jene die sich aus der Teilung der Tag- und Nacht- Halbbögen ergeben (darunter das Placidus System, das von Walter Koch (1895-1970) und die topozentrische Methode (1963) von Wendell Polich und Anthony Page).[56 ] Eine andere Originalmethode , die auf mehreren Flächenteilungen des himmlischen Raums basiert, ist vom italienischem Astrologen Aldo Lavagnini angenommen worden.[57]

Die Teilungssysteme die sich für die extremen Breitengrade als unausführbar erweisen, scheinen mir a priori auszuschließen (Placidus zum Beispiel) sowie jene, die für diese selben Breitengrade zu starke Mißverhältnisse zwischen den Häusern (wie Campanus) vorzeigen. In Anbetracht der Neigung der Ekliptik hinsichtlich des Äquators, ergeben sich ungleiche Zeiten für das Aufgehen der Tierkreiszeichen im Laufe eines Tages. Die Hauptschwierigkeit der Häusertechniken ergeben sich aus ihrem Willen, die Häuser auf der Ekliptik "auf den Punkt zu bringen". Ich stelle jedoch nachfolgend ein originelles Häusersystem vor, dem Dominion angepaßt, das verkannt ist, nämlich das von Lavagnini, obwohl ich überzeugt bin, daß es nicht notwendig ist, die Spitzen der Häuser auf der Ekliptik zu projizieren. Sein Interesse ist hauptsächlich praktisch.

Die Häuser sind ähnlicher Größe auf der Ekliptik, aber nicht gleich, und folgen sich im Sinne der Tagesbewegung. Man berechnet sie von 3 Punkten ausgehend aus: dem AC, dem MC und dem "Punkt Ost"(OSTEN) das heißt der "äquatoriale Aszendent", anders gesagt der zodiakale Grad der für eine äquatoriale Geburt aufgeht, oder der Östliche Schnittpunkt zwischen den Ebenen des Horizonts und des Äquators. Vom Mittelpunkt ausgehend(M) zwischen dem AC und dem Punkt Ost, rechnet man die Winkel Differenz(D) zwischen M und MC .

Zwei Fälle können eintreten.

1.Wenn D > 90º ist, dann ist die Fläche der Häuser 2 und 6 45º+(D-90º)/8, und die der Häuser 4 und 8 45º-(D-90º)/8

2.Wenn D < 90ºist, dann ist die Fläche der Häuser 2 und 4 45º-(90º-D)/8, und die der Häuser 4 und 8 45º+(D-90º)/8

Ich wähle die 8 als Dividend, weil es 8 Häuser gibt. Die angularen(Eck) Häuser(1,3,5 und 7) haben jedes eine Fläche von 45º, und das Haus 2 befindet sich immer zu gleicher Distanz vom Punkt M und vom MC.

Nehmen wir das Radix von Paul Valéry: AS = 78°; MC = 321°; OP = 56° (ungefähre Werte) 78 - 56 = 22, daher M = 56 + (22/2) = 67°

D= (360 + 67) - 321 = 106°

D > 90°, daher der Umfang von Haus 2 = 45 + (106 - 90) / 8 = 47°

Mitte von Haus 2 = (321 + 67 - 360) / 2 = 14°

Anfang von Haus 2 = 14 + (47 / 2) = 37°30

Anfang von Haus 3 =Ende von Haus 2 = 37°30 + 360 - 47 = 350°30

Anfang von Haus 4 = 350°30-45=305°30

Anfang von Haus 5 = 305°30-43=262°30

Anfang von Haus 6 = 262°30 - 45 = 217°30

Anfang von Haus 7 = 217°30 - 47 = 170°30

Anfang von Haus 8 = 170°30 - 45 = 125°30

Anfang von Haus 1 = 125°30 - 43 = 82°30

 

 

 

Praktisch ist es die Position der Sonne, dann jene des Mondes und einer eventuellen Planetenballung, die die sektorielle Qualität des Nativen bestimmen . So ist bei Valéry die Sonne auf 7° Skorpion in Haus 6 (das Wissen) und der Mond auf 4° Zwilling in Haus 1 (die Kommunikation), die zwei Häuser der Objektivation. Meistens beinhaltet eine Nativität ein Haupthaus und ein sekundäres Haus . Mittels eines Programms (an dem ich seit August 1983 arbeite, das unter DOS funktioniert und das ich vielleicht eines Tages den Lesern des C.U.R.A. zur Verfügung stellen würde)der Aufwertung und der hierarchischen Rangordnung der astrologischen Operanden (Planeten, Tierkreiszeichen und Häuser), habe ich Schriftsteller Radixe gesucht, die eine besondere Aufwertung zeigten, was die Planeten und die Tierkreiszeichen betrifft, (mit anderen Worten fast nur ein Zeichen und nur ein Planet, was ziemlich selten ist), um die herausragende Bedeutung des sektoriellen Operandus im Radix zu illustrieren, und ich habe folgende Daten gefunden, die für sich selbst "sprechen":

- Valéry, geboren am 30 Oktober 1871 um 19 Uhr, Sète: Skorpion, Mars Nacht -Objektivation

- Baudelaire am 9. April 1821 um 15 Uhr, Paris geboren: Widder, Mars Tagteilnahme

- Proust am 10. Juli 1871 um 23 Uhr 30, Paris geborene: Krebs, Saturn, Nachtteilnahme

- Miller, geboren am 26. Dezember 1891 um 12 Uhr 30 Brooklyn (New York): Steinbock, Merkur, Tagindividuation und Teilnahme

- Freud, geboren am 6. Mai 1856 um 18 Uhr 30 Freiberg (Mähren): Stier, Uranus, Nacht Alligation .

 

Ich behaupte, daß es unmöglich ist, diese Radixe zu begreifen, ohne das Dominion zu berücksichtigen . Der Autor der Essais "Wein und Haschisch "(1851) und der "künstlichen Paradiese" (1860) ist ein Kind von Haus 4. Jener des "Abends mit Herrn Teste" (1896) und der "Hefte", dieses kolossale und einmalige Unternehmen distanzierter Analyse, jener, für den leider! (angesichts der Welt, in der wir leben), die Dummheit nicht die Stärke war, ist ein Kind von Haus 6. Und die Konzepte von Widerstand und Übertragung spielen eine aktive Rolle bei dieser inter-relationalen Therapie (Haus 5), welche die Psychoanalyse ist.

 

 

 

QUADRIVERSITÄT UND KULTUREN

"Drei haben wir mitgenommen,

der vierte wollte nicht kommen;

er sagte, er sei der Rechte;

der für sie alle dächte."

(Goethe: Faust 2.2)

Die indische Kultur hat verschiedene Traktate [ 58 ] ausgearbeitet, die für das ein oder andere der vier Gebiete der menschlichen Aktivität bestimmend sind, diese Felder der Entfaltung des Verhaltens, die auch die vier Zweckbestimmungen der Tat sind, durch die jeder aufgefordert wird seine Menschlichkeit auszuführen[59]. Die Individuation spornt einen dazu an artha (das Interesse, der Erfolg) an, durch den materiellen Besitz (Reichtümer und Wohlstand) oder durch die soziale Anerkennung (Ehren, Respektabilität, Ruhm) zu suchen, die Alligation kâma (die Liebe, das Vergnügen), gleichzeitig Zufriedenheit der Sinne, Genuß und Zuneigung, Verlangen und Verwirklichung des Glücks , die Teilnahme dharma ( die Verpflichtung, die Tugend) durch die tugendhafte Verwirklichung des immanenten , für jeden passenden Gesetzes, und die Objektivation moksha (das Seelenheil, die Erlösung), das Befreiung, Dekonditionnierung, Ablösung von der Unwissenheit und Überschreitung der drei anderen Ziele der Existenz ist.

Jede dieser Kardinalzweckbestimmungen der Existenz (das Interesse, die Liebe, die Tugend, das Wissen), fordert eine Art spezifischen Verhaltens: realistisches Verhalten in Individuation, rituelles Verhalten in Alligation, ethisches Verhalten in Teilnahme, idealistisches Verhalten in Objektivation. Das realistische Verhalten definiert sich durch die Neigung, die adäquaten Mittel zu benutzen, um aus der Umwelt und aus seinen gegenwärtigen Möglichkeiten Nutzen zu ziehen; das rituelle Verhalten wird durch die Nachahmung der Gebräuche und der Bräuche geprägt, durch den Respekt, die der sozialen Organisation und den persönlichen Unterschieden gewährt wurde; das ethische Verhalten wird durch die geschenkte Beachtung gegenüber der Integrität eines jeden geprägt, und durch die Neigung , daß es seinen, von jeder egoistischen Absicht oder Interessen ausgemerzten Neigungen, folgt; das idealistische Verhalten definiert sich durch die Bemühung, das Reale, von seinen zufälligen Manifestationen gereinigt, in eine totale Rationalität zu ergreifen.[60]

 

Max Weber stellt eine ähnliche und quaternäre Konzeption der Motivationen der Tat und der Arten von Verhalten, vom einfachsten zum höchst entwickelten, hierarchisch strukturiert, vor: das "strikt traditionelle" Verhalten [ Ritual ], das "strikt gefühlsbetonte" Verhalten [ Ethik ], das "durch Wert vernünftige Verhalten "[Idealist] und das vernünftige Verhalten "durch Zweckbestimmung" [ Realist].[61 ]

 

Die eigene Perspektive zu jedem Gedankensystem innerhalb eines selben kulturellen Raums, trägt sich notwendigerweise im ein oder anderen von diesen relationalen Rahmen ein. Bleiben wir in Indien, wo vier Hauptströme die Metaphysik durchströmen. Im Brahmanismus (Alligation), kommt das Seelenheil durch die Wiedervereinigung mit dem brahman, einmalige Substanz, in jedem Wesen präsent, und, dem jeder sich in der Form seiner selbst (âtman) anschließen kann. Im Jaïnismus (Individuation), unterscheidet sich die Monade des Lebens (jîva), einmalige und besondere Seele eines jeden, vom karmischen Bereich (a-jîva) und trennt sich davon nach Ablauf seiner aufeinanderfolgenden Reinkarnationen. Im Buddhismus (Objektivation), erklärt die universelle Leere (çûnyatâ) die Illusion (mâyâ) der Phänomene, Artefakten des Geistes, der sie wahrnimmt, und von denen er sich durch Auslöschen (nirvâna) befreien kann. Im Hinduismus (Teilnahme), die erste, letzte und ewige Konzeption Indiens, ist das Seelenheil von jeder Absicht unabhängig und manerreicht es durch die desinteressierte Handlung und den Verzicht auf deren Nutzen.[62 ] Vishnu ist mit 4 Armen ausgestattet und manifestiert sich durch eine theoretisch unbestimmte Anzahl von Veränderungen, die die Welt regenerieren. Ob man sich durch die Übung (Yoga) diszipliniert, oder ob man sich in der unmittelbaren Erfahrung (bhoga) verbraucht: es ist ein und dasselbe. Die vier Wege führen zum selben Ziel: artha, kâma, dharma und moksha sind nur ein und dasselbe Ding.[63 ]

 

Auf gleiche Weise heben sich innerhalb der verschiedenen Schulen des Vor-Budhistischen Chinas vier Hauptströme ab: die Schule der Gesetze, welche die Kunst lehrt Gesetze zu machen und zu verwalten (Individuation), die Schule der Bezeichnungen, welche die Logik und die Kunst der Bezeichnungen (Objektivation) lehrt, der taoïstische Strom (Teilnahme) der die Autonomie und das Loslassen der Welt lehrt, und die Schulen der Allgemeinheit von Confucius und von Mö Tseu (Alligation), die bis zur Han Dynastie "unter einer gemeinsamen Bezeichnung (jou-mö)" [64 ] verwechselt wurden .

 

Diese Vierteilung (quaternäre Unterscheidung), kann innerhalb eines selben Gedankenstromes erscheinen. In Bardo Thödol das bekannte tibetanische buddhistische Traktat, zeigt die Reihenfolge der vier "Buddha", nach dem Aufkommen von Vairocana (der Meister jedes Kenntnisgegenstands), die Quadriversität (Vierfaltigkeit) der Gesichtspunkte und der Weisheitswege an: durch die Alligation mit Vajrasattva Aksobhya (der die Weisheit darstellt, "die dem Spiegel ähnlich ist"), durch die Objektivation mit Ratnasambhava (der die Weisheit der Seelengleichheit darstellt), durch die Individuation mit Amitabha (der die diskriminierende Weisheit darstellt) und durch die Teilnahme mit Amoghasiddhi (die Weisheit darstellend "die alles vollbringt").[65 ]

 

Die griechische Philosophie hat versucht, über die Bewegung und die Vielfältigkeit der phänomenalen Welt) zu berichten - über die Erregung ,im Hinblick auf das chinesische Gedankengut, oder noch über die Äußerlichkeit im Hinblick auf die hinduistische Metaphysik - aber auch über den Ursprung dieser phänomenalen Welt , mit den Konzepten des Grundsatzes (Heraklit, Zenon von Kition), des Modells (Pythagoras, Plato), der Grundlage (Parmenides, Aristoteles) und der Ursache (Demokrit, Epikur. Diese archetypischen Formen des Anfangs sind in den vier großen Strömen des griechischen Gedanken herauskristallisiert worden, und sie haben das Los der westlichen Philosophie während zwei tausend Jahren geprägt .[66]

 

Für Plato (Alligation), ist die zeitliche Welt am Bild einer idealen, zeitlosen Welt entstanden, mit der die Seele früher verbunden war, die sie vergessen hat, und, zu der sie manchmal indirekt durch Reminiszenzen gelangt. So besteht die empfindliche, zweite Welt nicht durch sich selbst, sondern durch ihre Abhängigkeit an der verständlichen Welt. Das Verlangen (eros), ist das Streben nach dem ergänzenden, nach der verlorenen Hälfte (Mythos des Androgynen), das wirklich nur in der ursprünglichen Welt existiert. Das Modell ist die allerletzte richterliche Referenz der Ähnlichkeit der Kopien zu ihrem ideellen Archetyp.

Bei Aristoteles (Individuation), ist jeder Teil der Welt in sich selbst unabhängig und ausreichend. Alles kann sich ab der gegenwärtigen Substanz verstehen, vom bestehenden, vom "Wesen in der Tat", spezifiziert und aktuell, vollendeter Individualität (entelechie), sei sie organisch oder anorganisch. Das Wirkliche versteht sich in vielfältiger Art und setzt die absolute Transzendenz eines ersten Motors voraus, Gott, der die Welt, ohne sich dort zu vermengen, produziert hat, und dessen Existenz keine direkte moralische Auswirkung hat. Er ist das Fundament, die Grundlage, die jede individuelle phänomenale Demonstration legitimiert.

Epikur (Objektivation), befürwortet einen integralen Materialismus , der auf die Gesamtheit der Phänomene angewendet wurde. Die Welt ist strikt körperlich, aus unendlich vielen Atomen, aus definierten Eigenschaften zusammengesetzt, deren verschiedene Kombinationen die unbestimmte phänomenale Vielfältigkeit bestimmen. Einige zahlenmäßig begrenzte Prämissen, die sich auf die Schwerkraft und auf die Deklination dieser Partikel beziehen, reichen aus, über die materielle Bewegung, vom menschlichen Verlangen und der Leidenschaften als Vielfalt der Sprachen und der Kulturen, zu berichten. Die Ursache ist die Bedingung einer Erklärung in extenso der phänomenalen, natürlichen und kulturellen Wirklichkeit.

In Zenons Philosophie (Teilnahme), setzt die Permeabilität der Materie die Existenz einer vereinenden Kraft voraus, den Hauch (pneuma), der Körpersubstanz wesentlich. Die Welt ist Eins, immanenter Organismus, durch und durch lebend und göttlich, gleichmäßig mit Leben und mit Geist versehen, ewig regeneriert. Alles verschwört sich innerhalb einer kosmischen Sympathie. Der Grundsatz rechtfertigt den gemeinsamen Ursprung der phänomenalen Vielfältigkeit und die universellen Harmonie, die sich daraus ergeben.

Der Neoplatoniker Damascius (~ 462-538), der letzte Gigant der Philosophie griechischer Sprache, koordiniert die drei gegnerischen Theorien des Autors vom Timäus und vom Parmenides und reserviert das "Schlußwort" für das Modell - selbst wenn es zu unendlichen Diskussionen führt - innerhalb einer synkretistischen Metaphysik des Einen, der ein über essentielle Archetyp des Blicks ist, den der Philosoph auf die Welt wirft, und deren drei Arten folgende sind: der reine Unterhalt als indifferenzierte Manenz entweder des Einen-Ganzen ( der stoischen Welt nahe), die Prozession in Richtung des Vielfachen als Mehrheitsvektor des Ganzen- Einen (dem epikurischen Atom nahe) , und die Konversion in Richtung des Einen als Kompositionsvektor oder Vereinigten (der aristotelischen Entelechie nahe).

Das quaternäre erscheint in der Philosophie in mehreren Formen, die Illustrationen der Quadriversität der Gesichtspunkte als Ausübung der raison matricielle sind . Zum Beispiel stellt Johann Fichte die absolute Trennung von vier Bewußtseinsformen fest, die entweder die absolute Vielfalt der Gegenstände (Objektivation), oder die Einheit und die Identität des Subjekts (Individuation) oder die vorgehende Sittlichkeit der Aktion des reinen Ich des Bewußtseins(Teilnahme), oder die wirkliche Einheit oder aber auch die Subjekt - Objekt Entsprechung (Alligation), darstellt.[68 ]

Maurice Merleau-Ponty unterscheidet vier Stufen der Wahrnehmung (auditiv): "ein objektiver Ton, der außerhalb meiner selbst im Instrument widerhallt"(Objektivation), "ein atmosphärischer Ton, der zwischen dem Gegenstand und meinem Körper ist" (Teilnahme)",ein Ton, der in mir vibriert, als ob ich die Flöte geworden wäre" (Alligation), und ein Ton, der "verschwindet und die Erfahrung (..) einer Änderung all meines Körpers wird," (Individuation).[69 ]

Das sektorielle Quaternär berichtet über ein Axiologie: die praktischen Werte (das Starke, das Nützliche, das Wirksame..), die gefühlsbetonten Werte (das Schöne,das Angenehme, das Geliebte ...), die ethischen Werte (das Gute,das Gerechte, das Tugendhafte...) und die cognitiven Werte (das Wahre, das Genaue, die Logik...). Die praktischen Werte bevorzugen das Ich und seine Interessen; die gefühlsbetonten Werte bedeuten die Kapazität, sich dem anderen zu öffnen; die ethischen Werte fordern, daß man alle und jeden insbesonderen beachtet; die Erkennungswerte bevorzugen die abstrakte Analyse der Beziehungen zwischen den Menschen. Dieses Quaternär eröffnet auch das I Ching mit dem ersten Hexagram Khièn (= K'IEN): yuán (Anfangsursache) - heng (freie Expansion) - li (gut) - tsheng (Perfektion): "Die Anfangsursache [Energie ], ist das, was es an vorrangiger Bedeutung im Guten gibt; die Freiheit, ist das Zusammentreffen aller Schönheiten; das Gute, ist die Harmonie der Pflichten; die Perfektion, ist es der Stengel, der alles erträgt." [ 70 ]

Man kennt die Präferenz von Plato für die Idee des Guten. Der moderne Gedanke in seiner Gesamtheit täuscht vor, die Erkennungswerte zu bevorzugen, obwohl sie sich meistens den praktischen Werten unterwirft. Benedetto Croce, doeser Überlebender des herausragenden Gedankenguts der italienischen Renaissance ,vertritt die Meinung einer gleichen Größe der vier Formen oder "Funktionen des Geistes": die ökonomisch - technische, die Ästhetik, die Ethik, die Logik. Er besteht auf der Idee, daß die Logik keine bevorzugte Rolle beim quaternären spielt: sie ist es nicht , die Unterscheidungen macht; sie beschränkt sich nur darauf, das Unterscheidungskonzept zu bringen:

"Sie( die Logik) ist innerhalb und nicht außerhalb der Philosophie, auf dieselbe Art und Weise, wie (...) der Spiegel des Wassers, der die Landschaft widerspiegelt, ein Teil der Landschaft ist" [ 71 ]

Die Manifestationen dieser Quadrilektik sind in der Philosophie unzählig. Es gibt immer vier Welten oder eher vier Vorstellungen der Welt, die sich bekämpfen und "zusammenleben". Die Gedankensysteme nehmen notwendigerweise den Vorrang der ein oder anderen dieser Perspektiven an, und versuchen sie aufzudrängen: Philosophien des Ich und des Bewußtseins (Individuation), Philosophien des Anderen und der Beziehung (Alligation), pantheistische und organizistische Philosophien (Teilnahme), analytische und strukturalistische Philosophien (Objektivation). Im XVII. Jahrhundert bekämpfen sich das "Cogito" des Descartes, die Vorstellung "Gott" von Malebranche, der pluralistische Monismus von Leibniz und das atomistisch Geistige von Locke.

Die astrologischen Häuser bestimmen Ansichtsweisen: sie stellen die Methoden existentieller Verwurzelung dar, in denen jeder sich einfügt: die Barriere der sozialen Macht, der Raum für Freundlichkeit untereinander, die Sphäre der Geistigkeit oder das Netz der Erkenntnis. Sie informieren über die Rezeptivität des Bewußtseins gegenüber

einem gewissen relationalen Bezug an die Welt ,und schließlich über die Autorität, die jeder über die eigene Existenz anerkennt: jene der Gesellschaft in ihrer Gesamtheit, jene besonderer Personen, jene des Heiligen und des Unbestimmten ,oder noch jene einer mehr oder weniger idealen gelehrten Gemeinschaft . Dieser Blick, und zwar nur dieser,ist Richter über unser Gewissen, über dem was wir Wert sind. Wenn es "Rechenschaften" gibt, dann definieren sie sich hier.

 

© Patrice Guinard 1999 – 2000

Übersetzung S.W.H.


Anhang:

Anhang:

[1] Cf. Léopold de Saussure, "L'origine de la rose des vents", in Archives des Sciences Physiques et Naturelles, 5.5, Genève, 1923. « Texte

[2] D. Haigh, "Yorkshire dials", in Yorkshire Archaeological Journal, 1896, p.166; cité par Prudence Jones, "Celestial and terrestrial orientation", in Annabella Kitson (éd.), History and astrology (Clio and Urania confer), Unwin, London, 1989, p.40. « Texte

[3] Cf. Prudence Jones, Ibid., p.41 et p.45. « Texte

[4] Cf. la tablette n° 90827 du British Museum (in L.W. King, Babylonian boundary-stones and memorial-tablets in the British Museum, London, 1912, vol. 2, plate XVIII), et aussi Giovanni Schiaparelli (Die Astronomie im alten Testament, Giessen, 1904) et Astrologie en Mésopotamie (Les Dossiers d'Archéologie 191, 1994, p.43, p.51 et p.65). « Texte

[5] L.W. King, Ibid., vol. 1, p.XV. King weist trotzdem auf die Notwendigkeit hin, "den ursprünglichen Charakter der Symbole der späteren Bedeutung zu unterscheiden, als die neo- babylonische Spekulation ihnen gegeben hat." (in Ibid., vol. 1, p.XVI). « Texte

[6] Cf. Diese Tafel des British Museum, aus Ninive stammend ist vom VII. Jh B.C., in Astrologie in Mesopotamien, Les Dossiers d'Archéologie 191, 1994, p.36. « Texte

[7] Cf. Joseph Needham, Science and civilisation in China, Cambridge University Press (UK), vol. 2, 1956, p.355. « Texte

[8] Mânava-Dharma-Shâstra, tr. fr. A. Loiseleur-Deslongchamps, Paris, Garnier, [1939?], I 13, p.4. « Texte

[9] in Horoscopes and history, London, Warburg Institute, 1986, p.1. Cf. aussi Frank Robbins : "Die Teilung durch acht war eine ältere Auffassung, als das System der 12 Gebiete." (in "A new astrological treatise: Michigan Papyrus N°1", I 20-26, in Classical Philology 22.1 (University of Chicago Press), 1927, p.36. « Texte

[10] Cf. Otto Neugebauer & Henry Van Hoesen, Greek horoscopes, Philadelphia, American Philosophical Society, 1959, p.138-140 & p.152-157. « Texte

[11] Marcus Manilius, Les Astrologiques (Astronomicon), fr Über. Alexandre-Guy Pingré (1711-1796), Paris, 1786; éd René Alleau, Paris, Denoël, 1970, p.171. Cf. Die Übers. von Louis Ricouart : Les cinq livres des astronomiques, Anzin, E. Dugour, 1882. « Texte

[12] The five books of M. Manilius, trad. angl. Thomas Creech, London, 1697; Washington, National Astrological Library, 1953. « Texte

[13] Julius Firmicus Maternus, Mathesis (Livres I et II), éd. et trad. fr. P.Monat, Paris, Belles Lettres, 1992, p.109-110 & p.114-118. « Texte

[14] Julius Firmicus Maternus, Mathesis (Livres III à V), éd. et trad. fr. P.Monat, Paris, Belles Lettres, 1994, IV 16.4, p.170. « Texte

[15] Auguste Bouché-Leclercq, L'astrologie grecque, Paris, Ernest Leroux, 1899, p.279-280. « Texte

[16] Cf. Cyril Fagan, Astrological origins, St Paul (Minnesota), Llewellyn Publications, 1971, p.162. « Texte

[17] Man verdankt Thrasyllos, die tetralogische Neugruppierung der Werke von Plato , die in den mittelalterlichen Manuskripten vorherrscht, und die heute noch immer gültig ist . « Texte

[18] "Die Herrscher der acht Viertel (Osten, Süd-Osten, Süden, Süd-Westen, Westen, Nord-Westen, Nord und Nord-Osten) sind jeweils Indra, Agni, Yama, Nirriti, Varuna, Vayu, der Mond und Siva." (Varâha Mihira, in Brihat Samhita, éd-tr Panditabhushana Subrahmanya Sastri & Vidwan Ramakrishna Bhat, Bangalore (Inde), Soobbiah, 1947, 86.75, p.666). Cf. auch Ibid., 54.3, p.459 et 86.34, p.656. Man spricht schon wieder über die 8 Viertel in dem Werk eines seiner Schüler( sein Sohn?), Prithuyasas (cf. son Horasara, éd-tr Panditabhushana Subrahmanya Sastri & Vidwan Ramakrishna Bhat, Bangalore (Inde), Soobbiah, 1949). « Texte

[19] Wilhelm Gundel, Neue astrologische Texte des Hermes Trismegistos, München, Abhandlungen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 1936, chap. 13 (Die Lehre der Kentra und der Quadranten) et 14 (Die Lehre der zwölf Haüser oder Orte), p.301-313. « Texte

[20] Platon, Timée (32b), in Ouvres complètes, tr. fr. Léon Robin, Paris, Gallimard, 1950, vol. 2, p.447. « Texte

[21] Dieses Modell ist spekulativ: es verlangt, durch parallel laufende Analysen bestätigt zu werden. Man kann die Assoziation des aufgehenden Tages mit der Trockenheit diskutieren. Jedoch ist es wohl dann , wenn der Tag aufgeht, daß die Sonne beginnt, die Erde zu trocknen, und die Winde des Ostens sind trocken. (cf. par exemple Fred Gettings, The Arkana dictionary of astrology, London, Routledge & Kegan Paul, 1985; éd. rév., London, Arkana, 1990, p.404). « Texte

[22] "They [les disciples de Marcus] maintain, then, that first of all the four elements, Fire, Water, Earth, and Air, were produced after the image of the primary Tetrad above, and that then, we add their operations, viz., heat, cold, dryness, and

humidity, an exact likeness of the Ogdoad is presented. They next reckon up ten powers in the following manner: There are seven globular bodies, which they also call heavens; then that globular body which contains these, which also they name the eighth heaven; and, in addition to these, the Sun and Moon. These, being ten in number, they declare to be types of the invisible Decad, which proceeded from Logos and Zoe. As to the Duodecad, it is indicated by the zodiacal circle, as it is called; for they affirm that the twelve signs do most manifestly shadow forth the Duodecad, the daughter of Anthropos

and Ecclesia." (in Irénée de Lyon (~135-205), Contre les hérésies, I 17.1; texte disponible à la Gnostic Society Library, http://www.webcom.com/~gnosis/library/advh1.htm). Cf. aussi Irénée (saint), Contre les hérésies, éd.-tr. Adelin Rousseau (et al.), Paris, Cerf, 1965- « Texte

[23] in Frank Robbins, "A new astrological treatise: Michigan Papyrus N°1", I 20-26, in Classical Philology 22.1 (University of Chicago Press), 1927, p.14 (édition wurde nicht übersetzt). Cf. Auch den Michigan Papyrus 149 von dem Wilhelm Gundel die Wichtigkeit und die Originalität im Vergleich der astrologischen vulgate ,unterstrichen hat (in Wilhelm Gundel & Hans Georg Gundel, Astrologumena, Wiesbaden, Franz Steiner, 1966, p.25 et p.36), und den Rupert Gleadow übersetzt hat (in American Astrology, sept-oct 1950). [Ich habe mir weder diesen Text noch seine Übersetzung beschaffen können]. « Texte

[24] Cyril Fagan, in Astrological origins, St Paul (Minnesota), Llewellyn Publications, 1971, p.161. « Texte

[25] Tycho Brahe, De nova stella, in Opera omnia, éd. John Dreyer, Hauniae, vol. 1, 1913, p.35-44. (Cf. auch im selben Band die Themadarstellung mit den 8 Direktionen, die die Häuser (p.83-130) symbolisieren, sowie jene ganz erstaunliche, von Radixen in elliptischer Form (p.75-82), die Kepler möglicherweise bei seiner Entdeckung des ersten Gesetzes der Orbitalbewegung der Planeten geleitet . « Texte

[26] Nach John North, Horoscopes and history, London, Warburg Institute, 1986. « Texte

[27] Cf. Nicholas Culpeper, Astrological judgment of diseases, London, 1655; Tempe (Arizona), American Federation of Astrologers, s.d. [1959], p.17-18. « Texte

[28] Cf. Wilhelm Knappich, Geschichte der Astrologie, ms Wien, 1953, p.566-567. [Je n'ai pas encore pu me procurer son article paru dans Astralen Warte, mai-oct. 1950]. « Texte

[29] Isha Schwaller de Lubicz, Her-Bak "pois-chiche", Paris, Flammarion, 1955, p.369-373. « Texte

[30] Sénèque, in Questions naturelles, III 14.2, tr. fr., Paris, Belles Lettres, 1929, vol. 1, p.129. « Texte

[31] Kaushîtaki Upanishad, tr. fr. Louis Renou, Paris, Adrien Maisonneuve, 1948, IV 2-18, p.61-68. « Texte

[32] Es sind "die verschiedenen Punkte des Alls( Raums), den die Sonne, nach der indischen Kosmologie, regelmäßig durchquert ." (Jeannine Auboyer, "Le char du Soleil à Konarak", in Archeologia 23, 1968, p.8). « Texte

[33] Arlette Leroi-Gourhan & Ichiro Ayamanaka, "Un très ancien football", in Archeologia 320, 1996, p.62-65. « Texte

[34] Das Datum des 17 Februar 3102 B.C. (- 3101) zeigt eine außergewöhnliche astrologische Konfiguration : Alle Planeten befinden sich in einer 90° digen Winkeldistanz ( 41° wenn man Uranus und Neptun ausschließt). « Texte

[35] Die Astrologie ist nicht durch die Ausbreitung des Heliozentrismus aus der Fassung gebracht worden, und wird es auch nicht sein, solange das Wahrnehmungszentrum die Erdoberfläche nicht verläßt. Nur die Astronauten können plötzlich ihr astrales Potential umwandeln. (Vgl. die problematische Rückkehr zu Erde der ersten amerikanischen Astronauten, der Film Solaris (1972) von Andreï Tarkovski, und Daniel Verney ‘s, Fondements et avenir de l'astrologie (Paris, Fayard, 1974). « Texte

[36] Schème findet strikt auf einen Stern, Anwendung, der genau auf der Ekliptik steht, da der Aszendent ein Koppelpunkt zwischen den Plänen der Ekliptik und dem Horizont ist, den Punkt der sich im Osten "auf geht", linkerhand eines auf den Süden gerichteten Beobachters, das heißt in Richtung der Sonne mittags in der nördlichen Hemisphäre . « Texte

[37] Siehe die Bedeutung ,die ich diesen Ausdrücken gebe: ( Tages Individuation I+ et Nacht- I-, Alligation Tag A+ und Nacht A-, Participation Tag P+ und Nacht P-, Objectivation Tag O+ und Nacht O-), cf. infra : "Semantik der Gebiete". « Texte

[38] Der AC zeigte "die Tendenzen mich zurück zu ziehen", der MC "die Tendenzen auf zu steigen", der DC "die Tendenzen sich auf andere zu projizieren" und der IC"die Tendenzen sich schwer zu machen" (in Armand Barbault, Technique de l'interprétation, 1952; Paris, Dervy, 1986, vol. 1, p.134-136). Der Konsens ist unter den Astrologen ziemlich allgemein, was diese Konnotationen betrifft. Allerdings erlaubt der Begriff "Introversion", was den Aszendent betrifft, einen bestimmten Widersinn zu vermeiden, was die Bedeutung dieses Bereichs betrifft. « Texte

[39] Graham Douglas weist auf die 8 Häuser in "Astrology and semiotics", Martin Budd (éd.), Radical astrology, London, Radical Astrology Group, 1983. « Texte

[40] Michel Gauquelin, Les hommes et les astres, Paris, Denoël, 1960. « Texte

[41] T.O. McGrath (in Timing business activity and the Sun) : "In jedem Magnetkörper, der zwei Pole vorstellt (nach dem Beispiel der Sonne und ihrer Satelliten), verkehren die Magnetströme vom Nordpol in Richtung des Südpols, ihre Mindestaktivität, manifestiert sich alle 90 Grade und ihre maximale Aktivität alle 45 Grade ." ( in Dane Rudhyar zitiert, Astrologie der Persönlichkeit, New York, Lucis Press, 1936; version fr., Paris, Librairie de Médicis, 1984, p.196). Jedoch spricht Rudhyar nicht ganz korrekter Weise diese Magnetpolarisation dem Tierkreis zu . « Texte

[42] Yi King (Das Buch der Wandlungen), version allemande Richard Wilhelm, tr. fr. Étienne Perrot, Paris, Librairie de Médicis, 1973; 1977, p.306. Cf. auch Marcel Granet, La pensée chinoise, 1934; Paris, Albin Michel, 1950, p.186. « Texte

[43] Yi King (Das Buch der Wandlungen), version allemande Richard Wilhelm, tr. fr. Étienne Perrot, Paris, Librairie de Médicis, 1973; 1977, p.305. « Texte

[44] K' AN bleibt an LI gepaart und KEN an TOUEI ,auch nicht nach dem Zentrum, aber nach einer Symmetrieachse. Jean Marolleau bemerkt, daß das chinesische Tai Chi die zentrale und achsiale Sitzung der Symmetrien symbolisiert, und, daß die Kreisvereinbarung der Hexagramme und der Trigramme eine binäre Logik befolgt, die eine Achsensymmetrie hinter einer offensichtlichen zentralen Symmetrie enthüllt. (in La Galaxie Yin Yang, Paris, Robert Dumas, 1975). Demetrio Santos Santos gelangt zur selben Schlußfolgerung, was die Achsensymmetrie betrifft, die den Befehl der Trigramme voraussetzt (in Investigaciónes sobre astrología, Madrid, Editora

Nacional, 1978, vol. 1). « Texte

[45] TCHEN markiert im übrigen den Osten in der zweiten Bestimmung, jener,

die König Wen zugeteilt wurde. Cf. Yi King (Das Buch der Wandlungen), version allemande Richard Wilhelm, tr. fr. Étienne Perrot, Paris, Librairie de Médicis, 1973; 1977, p.308, et Marcel Granet, La pensée chinoise, 1934; Paris, Albin Michel, 1950, p.186. « Texte

[46] Alan Leo, in Esoteric astrology, London, Fowler, 1913, p.55 ; Marc Edmund Jones, in Astrology, how and why it works, Philadelphia, David McKay, 1945, p.45-76 ; Jean-Pierre Nicola, "Die astrologischen Häuser", in Astrologique, Hors Série n°1, Paris, 1977, p.33-38. Das System des S.O.R.I. zweifellos vor Alan Leo ,stellt in Frankreich ein Originalsystem dar,bei einer gewissen Kundschaft! Es ist im übrigen in der astrologischen Literatur üblich, sich über die Quellen zu schweigen ,sie zu ignorieren und glauben zu lassen, daß man alles erfundenes habe. Um vollständig zu sein muß man feststellen, daß Nicola künstlich die konditionalistischen Bezeichnungen wieder einführt, die die Planeten als Faktor der Unterscheidung des S.O.R.I. qualifizieren: Haus 3 wäre "Transzendenz der Beziehung", Haus 7 "Darstellung der Beziehung" und Haus 11 "Existenz der Beziehung". Außer Zwecklosigkeit eines solchen Jargons würde man

eher von den Brüdern die "Darstellung der Beziehung" erwarten, vom Ehepartner die "Existenz der Beziehung" und von den Freunden die"Transzendenz der Beziehung" oder noch die ein oder andere der vier anderen möglichen Kombinationen: meine Frau zum Beispiel sieht ihre Brüder als "Existenz der Beziehung", ihren Ehepartner als "Transzendenz der Beziehung" und ihre Freunde als "Darstellung der Beziehung"! Nichts desto Trotz, scheinen diese Kategorien zusammenhanglos (wie könnte "der Gegenstand" seine Stelle im Radix des Nativen finden?), und besonders unausführbar, solange sie einfach empirisch angenommen und verankert bleiben, und solange man die logischen Gründe ihrer semantischen Verteilung nicht gibt ( wenn man im übrigen annimmt, daß das System "Vertretung - Existenz - Transzendenz" selbst semantisch

zusammenhängend ist, was weit entfernt vom Fall zu sein scheint) . « Texte

[47] Was oft die Radix Ersteller dazu veranlaßt, die Semantik der Tierkreiszeichen mit jener der Häuser munter zu amalgamieren .« Texte

[48] Johannes Kepler, in Lettre à Herwart, Gesammelte Werke, éd Max Caspar, Franz Hammer (et al.), München, Beck, 1945, vol. 13, p.232; zitiert von Arthur Koestler, in Les somnambules, tr. fr., Paris, Calmann-Lévy, 1960, p.286. « Texte

[49] Ich behalte nicht die "integrierende" Konnotation , die Jung diesem Begriff gibt: die Individuation umschreibt das Feld der Affirmation des Ego (im strikten Sinn). Dieser Begriff bedeutet keine Verwirklichung eines erweiterten Bewußtseins oder eines Selbst, das für die Aspirationen des Unbewußten offen ist. Das individuierte Gewissen bleibt "cartesianisch " : getrennt, Äußerlichkeit gegenüber undurchlässig, allein ausgewogen durch die Offensichtlichkeit des Cogito, in jener Arena impliziert, wo die konkurrierenden Bewußtseinsebenen (formen)sich bekämpfen. Mit anderen Worten gebe ich diesem Individuationsbegriff seinen engsten Sinn, nahe des "utilitaristischen" Akzeptieren eines Herberts Spencer . « Texte

[50] - aus dem latein ligare (binden, zusammenfügen, verbinden, zusammensetzen). « Texte

[51] Max Scheler hat die "entitative" Dichte der Beziehung an andere und den nicht reduzierbaren Charakter der Sympathie (Einfühlung) auf Grund des inter-subjektiven Einklanges und der gefühlsbetonten Mitteilung der Bewußtseinsformen unterstrichen

(in Nature et formes de la sympathie, tr. fr., Paris, Payot, 1928; 1971). Cf. auch Martin Buber, Je et Tu, tr. fr. Geneviève Bianquis, Paris, Aubier, 1938. « Texte

[52] Im übrigen sind die 4 Quadranten des Modells, die nach Gundel dem octotopos zuvorgekommen wären, mit den 4 Zeitalter des Lebens verbunden . « Texte

[53] Es ist sicher, daß die Kinder von Haus 4 heute die unglücklichsten von allen sind. Charles Fourier! « Texte

[54] Cf. Otto Neugebauer & Henry Van Hoesen, Greek horoscopes, Philadelphia, American Philosophical Society, 1959, p.8. « Texte

[55] in Horoscopes and history, London, Warburg Institute, 1986. « Texte

[56] in Geoffrey Dean, Recent advances in natal astrology, Subiaco (Australie), Analogic, 1977, p.166-167. Cf. aussi Henri Selva, La domification ou construction du thème céleste en astrologie, Paris, Vigot, 1917 ; Ralph William Holden, The elements of house division, Romford (UK), Fowler, 1977 ; Pierre Brind'Amour, Nostradamus astrophile, Ottawa, Presses de l'Université d'Ottawa, & Paris, Klincksieck, 1993.

Dieses letzte Werk ungeachtet seines Titels, verbirgt die deutlichste und am meisten dokumentierte Darstellung, in französischer Sprache verfügbar, über die Geschichte und die Techniken der Häusersysteme. « Texte

[57] Cf. Fred Gettings, The Arkana dictionary of astrology, London, Routledge & Kegan Paul, 1985; éd. rév., London, Arkana, 1990, p.278-279. « Texte

[58] Cf. Das politische Traktat von Kautilya, das Arthashâstra, das Mânava Dharmashâstra (Die Gesetze des Manu) oder das berühmte Kâmasûtra von Vâtsyâyana. « Texte

[59] Cf. Die hervorragende Präsentation der indischen Metaphysik von Heinrich Zimmer, in Les philosophies de l'Inde, tr. fr. Marie Renou, 1953; Paris, Payot, 1978. « Texte

[60] ich gebrauche hier die Begriffe realistisch und idealistisch in ihrer gemeinsamen Akzeptanz und nicht in ihrer philosophischen Bedeutung . « Texte

[61] Max Weber, in Wirtschaft und Gesellschaft, Tübingen, 1922; 1956; zitiert von Julien Freund, in Max Weber, Paris, P.U.F., 1969, p.96-99.Mit den folgenden Reserven: der realistische Charakter "typisches – Verhalten comportement-type" vom Europäer reicht nicht aus, diese mutmaßliche überaus beitragspflichtige Hierarchie des Verhaltens von den Vorurteilen, die auf die Erziehung und auf die Kultur zurückzuführen sind, mit anderen Worten des idola specus von Francis Bacon zu legitimieren, Vorurteile, welche die Analysen von Weber über die Verhaltens Arten bestimmen . « Texte

[62] Bhagavad-Gîtâ II 47, in La Bhagavad-Gîtâ, Shrî Aurobindo (éd.), 1942; tr. fr. Camille Rao & Jean Herbert, Paris, Albin Michel 1970; 1977, p.63. « Texte

[63] Der Gigant der Geschichte der Religionen, der Rumäne Mircea Eliade (Fische -Sonnen), hat in seiner Geschichte religiöser Glauben und Ideen (Paris, payot, 1976, vol. 1, p.140-143) den "hindouistischen"Charakter der harappischen Religion unterstrichen, und der Zivilisation der Hindus (2500-1500 b. c., älter als die arischen Invasionen und am vedischen Corpus (brahmanist). Was dazu leitet, die Idee zu bestätigen, daß Indien "immer" Partizipation (Teilnahme) war (vgl. mein Géoculturologie astrales) und, eines der erstaunlichsten Paradoxe der religiösen Geschichte zu beleuchten: nämlich die Ausweisung des Buddhismus seines ursprünglichen " zu Hauses" und seine Errichtung in China und in Japan (kulturelle Fläche Objectivation). Der Hinduismus widersetzt sich der buddhistischen Leere und der Trockenheit durch eine Überschwenglichkeit der Formen, der Kulten und Ritualen, durch den Überfluß an Göttern, Göttinen und Dämonen. Im Hinduismus findet jeder seine Stelle, seinen Gott, seine Wahrheit. Jede Vorstellung, jede Tendenz, jede Perspektive ist kompatibel mit allen anderen. Der Hinduismus ist die Religion die am nächsten dem Animismus ist, und auch am authentischsten und am wenigsten elitären, denn sie ist kaum "eine Religion". « Texte

[64] Marcel Granet, La pensée chinoise, 1934; Paris, Albin Michel, 1950, p.6. « Texte

[65] Bardo-Thödol (Le Livre tibétain des Morts), version du lama Teunzang, éd. all., München, 1977; trad. fr. Valdo Secretan, Paris, Dervy, 1980; éd. rev., Paris, Albin Michel, 1981. « Texte

[66] Mit Ausnahme allerdings des Atomismus weniger anhaltend einflußreich, aber das "seine Verspätung" seit dem "anti- Wissenschaftlichen" Einstellung von Epikur, regeneriert hat. « Texte

[67] Damascius, Traité des premiers principes, tr. fr. Joseph Combès, Paris, Belles Lettres, 1986, vol 1. « Texte

[68] Cf. la conférence 28 de Johann Gottlieb Fichte, in La théorie de la science : exposé de 1804, Paris, Aubier-Montaigne, 1967. « Texte

[69] Maurice Merleau-Ponty, Phénoménologie de la perception, Paris, Gallimard, 1945; 1979, p.263. « Texte

[70] Paul Philastre, in Le Yi:King ou Livre des changements de la dynastie des Tsheou, éd.-tr., Paris, Annales du Musée Guimet, 8 & 23, 1881, 2 vol.; Paris, Adrien Maisonneuve, 1982, vol. 1, p.36. Das Quaternär ist auch mit den Gezeiten verbunden, wie es der Autor der besten Version des außergewöhnlichen chinesischen Traktates erklärt (in Ibid., p.14-15). « Texte

[71] Benedetto Croce, in Logica come scienza del concetto puro, Bari, Laterza; tr. fr. Paul Olivier, in Denis Huisman (éd.), Dictionnaire des philosophes, Paris, P.U.F., 1984, vol. 1, p.643. « Texte

 


CURA: Die Homepage von Patrice Guinard
HOME: Neptunia astrologie sans frontières, Astrologie ohne Grenzen