astrogedanken
Gedanken über Astrologie

 

Es gibt etliche Bücher, Artikel etc.., die sich mit der Glaubhaftigkeit der Astrologie auseinander setzen. In alten Zeiten, als sie noch untrennbar mit der Astronomie verbunden war, galt sie als Wissenschaft und wurde auch in Universitäten gelehrt. Heutzutage kann man allerbestens behaupten, sie sei eine empirische Wissenschaft, das heißt eine wissenschaftliche Erfahrung, die Ihre Sätze nicht durch Herleitung(Deduktion) aus Hypothesen gewinnt, sondern durch Beobachtung gegründeter Erfahrung. . In Deutschland versucht man zur Zeit eine Untersuchung durchzuführen. Die „Frankfurter Rundschau“ schrieb: „SANDHAUSEN, 8. Dezember (dpa). Horoskope haben sich in einer aufwendigen Studie überraschenderweise als treffsicherer gezeigt als von Skeptikern erwartet. Bei der Untersuchung konnten die 274 Befragten zwischen zwei Horoskopen wählen - eins basierte auf ihren persönlichen Daten, das zweite auf fremden Daten. 64 Prozent erkannten die für sie erstellte Charakterisierung - durch pures Raten hätten nur 50 Prozent richtig liegen sollen. „Ich bin erstaunt“, sagte Studienleiter Edgar Wunder von der Gesellschaft für Anomalistik in Sandhausen bei Heidelberg. Die Ergebnisse seien aber vorläufig und mit großer Vorsicht zu bewerten.“

Für die einen ist sie nichts als Humbug, etwas das mit Wahrsagerei und Rummelplatz zu tun hat, nicht weit entfernt vom Lesen im Kaffeesatz. Sie halten das alles für kompletten Blödsinn, argumentieren damit, dass man ja weiß, dass die Berechnungen nicht mehr stimmen und daher nichts „gescheites“ heraus kommen kann.

Andere konsumieren sie „täglich“ in ihrer Tageszeitung zum Beispiel lesen sie gerne ihr Horoskop, glauben zwar nicht daran, wollen aber gerne wissen „wie es ihnen heute denn ergehen wird“. Es macht ihnen Spaß, sie halten aber nicht viel davon, zu recht meine ich, denn diese tägliche Horoskopie geht vom Sonnenstand aus und ist nur ein minimaler Teil dessen, was Astrologie kann und sein kann.

Ich war bis noch vor wenigen Jahren auch eine solche, die Astrologie als unglaubwürdig, uninteressant, nicht beachtenswert etc.. hielt. Mein Un-Glauben wurde aber schon einmal Anfang der 80er Jahre in Brüssel stark ins Wanken gebracht. Damals ging es mir nicht sehr gut und ich beauftragte eine Freundin mit meinen Daten zu einem guten Astrologen zu gehen und für mich einen Termin auszumachen. Er zierte sich ein wenig, da er mich nicht kannte und nichts von mir wusste, willigte aber dann doch ein. Ich muß gestehen, ich ging mit dem Gedanken hin, zu beweisen, dass das alles Humbug ist. Umso erstaunter war ich dann, als er mir Dinge an den Kopf warf, die er einfach nicht wissen konnte! Ich fühlte mich „bloßgestellt“, er hatte in ein paar Worten, das Wesen meiner Persönlichkeit erfasst. Eigentlich konnte ich es nicht begreifen, wie das denn wohl möglich sei. Ich ließ das ganze ruhen. Kaufte mir aber ein Buch, mit dem ich dann ein Radix händisch errechnete. Ließ es wieder ruhen. Dann schenkte man mir einmal eine „Persönlichkeitsanalyse“ und ich kaufte mir ein Buch von Arrroyo, das man mir am Ende dieser Analyse empfiehl.

Na ja und dann eines Tages, ging ich in ein Astrologie Geschäft. Ich kann mich noch genau errinern, es war im Jänner 1998, ich fuhr vom Flughafen nach Hause und blieb vor dem Astrologik Geschäft stehen. Pilgerte hinein und verlangte ein „kleine, billiges Astrologie Programm“. Man verkaufte mir eines und dann war es um mich geschehen: der „Virus“ hatte zugeschlagen. Ich las Bücher, übte, rechnete, hatte ein AHA Erlebnis mit dem Horoskop meines Sohnes. Ging in die „schule“, kaufte noch mehr Bücher. Baute eine eigene Homepage auf... Dann hörte ich abrupt auf: ich war „übersättigt“. Ich brauchte Abstand...Und das war gut so, denn es hat sich alles „gesetzt“. Ich will nicht behaupten, dass ich Astrologie „kann“, ich glaube man braucht Jahrzehnte um „sattelfest“ zu sein, zumindest in der Astrologie, die ich meine.

Ich glaube sie ist ein wunderbares Werkzeug, mit dem man Menschen helfen kann, sich selber besser zu kennen, ein Werkzeug, dass es einem ermöglicht, unbewusstes bewusst werden zu lassen. Ein Werkzeug, dass es einem außerdem ermöglicht zu wissen, wann Änderungen, beziehungsweise Korrekturen angesagt sind, und wann man es vermutlich lieber bleiben lassen sollte. Man möge mich bitte nicht missverstehen: Astrologie wird einem keine Entscheidung abnehmen, noch wird sie den „Traum- Job, oder –Mann“ herbeizaubern, sehr wohl kann sie aber Möglichkeiten anzeigen. Was man daraus macht, oder auch nicht, liegt dann nicht mehr in ihrer Obhut, sondern in jener des einzelnen Menschen.

Es ist faszinierend zu beobachten, wie diese uralte Wissens-Schaft funktioniert, es ist faszinierend zu erkennen, wie Zeichen und Planeten wirken, nicht im buchstäblichen Sinn natürlich, sondern analog, faszinierend zu beobachten, wie die gesamte Mythologie mit einbezogen wird, wie die alten Götter noch immer walten, man brauche nur an Freud’s Oedipus Komplex zu denken! Dieses ineinander wirken und werken, die Tatsache, dass alles miteinander verbunden zu sein scheint, die Gewissheit, dass man nie ausgelernt hat, die Anlehnung an Psychologie und Philosophie, all das all ist Astrologie, so wie ich sie verstehe und schätze. Und man bräuchte gleich ein paar Leben um sich durchzuackern ,sie wirklich zu begreifen, zu verstehen . Es ist ein Lernen ohne Ende...

 

© S.W.H Feb 2003

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