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Die Rolle von Pluto und Neptun 1889 geboren und 1963 gestorben, war Charles Vouga ein aus der Schweiz stammender Astrologe. Er lebte in den Vereinigten Staaten( zuerst an der Ost- danach an der Westküste) in den dreißiger bis vierziger Jahren und hatte dort Kontakte zu Wissenschaftlichen Kreisen( vor allem astronomischen, um die Zyklen und die Eigenschaften des Planeten Pluto ( 1930 entdeckt) zu erläutern , aber er verkehrte auch in philosophischen, psychologischen und avantgardistischen theosophischen Kreisen. Er kehrte Anfang der fünfziger Jahre nach Europa zurück, wo er zahlreiche Konferenzen gab, vor allem in Paris. Er begegnete Germaine Holley 1954 , und hat mit ihr eine „experimentelle Astrologie" begründet, die vor allem ein ausgedehntes Studium der drei transpersonalen Planeten war: Uranus, Neptun und Pluto. Seine bedeutendsten Bücher wurden in Zusammenarbeit mit Germaine Holley veröffentlicht: „Eine Astrologie für das Wassermannzeitalter"( édition du Rocher 1979. 1996 und zwar von einiger seiner Konferenzen ausgehend) ; und „Experimentelle Astrologie" ( Editions traditionnelles) Hier ist nun ein Auszug aus einer dieser außergewöhnlichen Konferenzen die in Paris 1957 ausgetragen wurde, und die Fanchon Pradalier- Roy für Univers-Site adaptierte. Die Horizonte der Astrologie: Psychologie, Philosophie und Mystik Die Ideen, die ich hier entfalte, kommen zwangsläufig immer wieder in das Gedankengut des Suchers, des praktizierenden Astrologen, demjenigen der in der experimentellen Psychologie lebt, der also in das tiefe Innere des menschlichen Themas steigt. Wir werden irgendwie gezwungen, wenn Sie es so wollen, eine Wissenschaft der Mystik zu haben. Zur Astrologie gelangt man über alle Wege. Manche kamen aus der traditionellen Hebräischen Religion, die sie vielleicht als nicht „lebend" genug empfanden. Andere, aus dem Katholizismus, aus dem Protestantismus, noch andere aus dem Atheismus, was soll ‘s! Die Astrologie ist eine Wissenschaft, ein Wissen um die menschliche Seele. Es ist ein äußerst strukturiertes, „saturnisches" Wissen. Es ist eine mathematische Struktur der Seele und der Welt, und gleichzeitig ist es eine Dynamik; daher ist es eine Wissenschaft, die vor allem objektiv ist. Man muß sich dem, was sie festlegt, beugen als einem nicht widerlegbaren Beweis, und zwar ungeachtet dessen, an welche religiösen Auffassungen oder moralischen Gepflogenheiten man durch die Trägheit der Jahre und der Erziehung gewöhnt war. Die Astrologie gibt uns eine absolut objektive Beweisführung über das, was wir den Geist nennen. Der Unsterblichkeit individueller Werte, spiritueller Werte des Einzelnen. Sie gibt dem Leben einen Sinn, sie umrahmt jede Philosophie, denn es gibt keine einzige Philosophie die nicht ihre astrologische Formel (Entsprechung) hätte. Egal welche Religion, welcher Autor oder vor allem welches Klimas . Ihr Klima ist ein astrologisches Thema. Archetypisch vielleicht, aber ein astrologisches Thema. Beispiel einer Sekte Sicherlich haben Sie hier in Paris von einer protestantischen religiösen Gruppe( ich mag das Wort Sekte nicht) , amerikanischen Ursprungs gehört, die sich „Gruppe der Christlichen Wissenschaft" nennt. In Amerika nennt man sie „Christiens...." Die Hauptkirche befindet sich in Boston. Sie wurde durch eine ganz originelle dynamische Person, Mrs B: gegründet, ungefähr vor einem dreiviertel Jahrhundert. In meinen ersten Jahren in Amerika traf ich manchmal einige Leute, die dieser Gruppe angehörten. Später habe ich mir dann, als die Astrologie begann, mich zu interessieren, ihre Horoskope angeschaut und folgende Konstante festgestellt: um ein christlicher Scientist zu sein( und ich meine in der aktuellen Zeit), braucht man Jupiter im Quadrat zu Venus! Das bringt einem eine Art sentimentalen Optimismus, der einen dazu bringt, das Leben als ein Programm der Freuden zu sehen. Diese Personen kommen auf die Welt mit einer Idee , daß das Leben ein Freudenfest ist, ein großes Lachen und sie fragen sich welches dieser beglückenden Programme wohl für sie bestimmt ist? Sie sind absolut erschrocken, wenn sie bemerken ,daß dieses Programm eher mager ist! Nicht wahr? Also finden sie es ganz natürlich, daß das Leben für sie selbst wirklich gut ist, großzügig und sie sind sosehr damit beschäftigt, sich darin zu aalen, daß sie nichts von dem bemerken, was bei ihrem Nachbar passiert. Denn man muß es wohl sagen, Jupiter im Quadrat zur Venus ist ein eher banaler Aspekt , mittelmäßig, wenn er alleine heraus genommen wird, und wenn er nicht durch andere , transzendentalere Aspekte unterstützt wird. Er ist Träger dieses einzigartigen Optimismus, den man , ich wiederhole es, bei diesen Scientisten findet . Im Gegensatz dazu ist es interessant zu beobachten, daß diejenigen unter ihnen, die ein Quadrat Neptun zu Venus aufzeigten, eine transzendente Realität suchten , was sie dann dazu brachte diesen Verein zu verlassen und darüber hinaus zu gehen. Denn ich muß es leider sagen, diese Kirche ist im großen und ganzen recht mittelmäßig, in intellektueller wie auch moralischer Sichtweise. Das ist es , was ich eben in dieser Gruppierung herausfand, und ich habe sie gut gekannt, nach dem Krieg, als ich in Boston lebte. Ich selbst war auf der Suche, da ich ein Pilger des Absoluten bin. Astrologische Formulierung und Religion Es ist nicht in meinen Gepflogenheiten zu kritisieren, auch wenn es sich um eine sogenannte Sekte handelt. Ich bin dazu gekommen, weil es immer eine astrologische Formulierung des Klimas gibt, des Begründers einer Religion und aller Religionen. Man muß nur kompetent genug sein, sie zu finden. Rom und ihre Kirche haben eine astrologische Formel , der Kalvinismus eine, der Lutherismus eine andere, fast der des Kalvinismus gleich. Um sie zu finden, reicht es sich auszukennen und zu suchen. Was uns betrifft, die astrologischen Suchenden, so ist folgendes zu beachten: je mehr wir Bescheid wissen über die großen Psychologien, desto besser werden wir die Textur des menschlichen Wesens kennen, von dem man so wenig weiß. Der Mensch ist ein unbekannter Kontinent. Das vergißt man. Man glaubt, man ginge von etwas Solidem aus, man erbaut riesige metaphysische Gebäude, aber es sind bloß Kartenschlösser , wenn das Fundament nicht stabil genug ist. Sicherlich haben sie über jene junge Französin gehört, die sich Simone Veil nennt. Das ist eine Natur, die ihr ganzes Wesen in ihren Überzeugungen festhält! Ich habe nichts von ihr direkt gelesen, sondern nur Zeitungsartikel über sie. Letztens in der amerikanischen Wochenzeitschrift Time , die in einer Rubrik über Religionen ihr Buch , das soeben übersetzt wurde, vorstellt. Der französische Titel ist „Carnet de notes". Da habe ich diesen Satz gefunden, der wahrscheinlich einer Frage entspricht , die ihr alle im Geiste schon gestellt habt, die ich mir schon hunderte Male gestellt habe, und die immer wieder kommt. ( ich versuche das nun zu übersetzen) „ Der Glaube, daß Gott den Menschen nach Seinem Bild schuf, ist Simone Veil fremd, sie konnte nicht verstehen, warum Gott, der das Unendliche ist, etwas erschaffen sollte, das außerhalb von ihm selbst wäre, und das nicht Er selbst wäre". Es ist ihr gelungen, diesen radikalen Widerspruch( den fundamentalen Widerspruch für den Intellekt: die Frage nach der Erschaffung) zu überwinden , aber nur über den Weg der zu Christus’ Kreuz führt. Ich würde sagen, Simone Weil, und dessen bin ich mir sicher, über die Kreuzigung Christus’, erhebt sich darüber...Welch Anmaßung sich über die Erschaffung Gedanken zu machen! Das psychologische Wissen des Menschen, Astrologie und Metaphysik Nun beschäftigt uns alle, uns Astrologen meine ich, diese Frage...Und sie beschäftigt uns sogar mehr , als die meisten Menschen, als die meisten Theologen, denn die Astrologie konfrontiert uns täglich mit metaphysischen Realitäten, nicht nur auf der Ebene der menschlichen Dimension, sondern auf der Kosmischen! Die Sterne! Zuerst die Sterne! Danach kommt der Mensch! Im Allgemeinen, wenn man in den westlichen Lehren die Geschichte des Menschen erzählt hat, so glaubt man alles gesagt zu haben. Aber in der Astrologie ist dies nur der Anfang. Wir sind viel ehrgeiziger als das! Und wir wissen, daß die Realitäten sich anderswo befinden. Ich glaube , das ist eine Frage des Vorgehens die ich als wesentlich betrachte, eines Vorgehens in welchem sich so viele Astrologen und auch Metaphysiker verirren. Wir hätten viel weniger Widersprüche, in unseren Recherchen und unseren astrologischen Definitionen, wenn wir sie nun vom Beginn her angingen, nämlich mit dem psychologischen Wissen über den Menschen, auf Grund von erlebter Erfahrung, durch die Selbstbeobachtung der menschlichen Struktur. Natürlich kommen wir durch diese wunderbaren Tips, wenn ich mich so ausdrücken darf, die uns die astrologische Weisheit gibt, mit Hilfe des Horoskops, dieses zwölfarmigen Kreuzes, zu einer Art Röntgen der Seele , wir schaffen es „Deckel" oder ungeahnte Oberflächen des zutiefst Inneren des Menschen zu lüften . Aber wir müssen beim Menschen beginnen, ohne uns außerhalb unserer selbst zu projizieren, mit dem bißchen von dem , was wir über die Welt wissen. Wir müssen uns dessen bewußt sein, daß der Mensch seine Unwissenheit in das Äußere projiziert. Er projiziert das, was er glaubt zu wissen, aber er projiziert vor allem das, was er nicht weiß! Und sein Glaube an das Unsichtbare existiert nur, weil es eben unsichtbar ist. Würde es sichtbar werden, so bräuchte man keinen Glauben mehr. Der Glaube an das Unsichtbare hat seine Entstehung in der psychologischen Struktur des Menschen. Das ist so fundamental, und ist der Grund der Relativität der Definitionen. Das menschliche Verstehen, die menschliche Intelligenz kann sich nur um eine Relation kümmern. Das ist die gängige Funktion der Intelligenz. Infolge dessen, ist es so, daß sobald wir mit so ernsten Fragen, wie Simone Veil sie sich stellte in Relation treten, ( über die Erschaffung, und die Erschaffung des Menschen als Gottes Abbild etc.. das ja ein fast undenkbares Konzept ist),eine Analogie in unserem Geist auftaucht, mit dem Begriff der Vater- oder Mutterschaft, der Erzeugung von Kindern! Aber weder die einen, noch die anderen wurden ja vom Nichts geboren? Und die Fragen gehen weiter! Die wesentlichen Wahrheiten sind nicht mitteilbar. Wie das Leben selbst definieren? Wir sind das Leben! Wir können es nicht definieren! Wenn wir damit anfangen, kommen wir darauf, daß wir nur Zusammenhänge erläutern, die das Leben mit, sagen wir, sich selbst oder Dingen erstellt hat. Die Intelligenz befaßt sich mit Relation, Zusammenhang. Es ist offensichtlich, daß das Verhältnis das Gott mit seinem Universum hat, ungreifbar für den menschlichen Verstand ist, weil die zwei Teile dieser Gleichung eben nicht gleich sind. Einerseits Gott, anderseits die Erschaffung. Das ist keine Gleichung die für die menschliche Intelligenz kompetent ist . Wenn man weiß was Merkur ist, das heißt menschliche Intelligenz , kommt man darauf ,daß es dem Menschen nicht möglich ist , in seiner heiligen Intelligenz, die Umstände der Erschaffung zu denken, und daher auch die Bildung der eigentlichen menschlichen Intelligenz. Denn das Geschöpf das wir sind, innerhalb einer reellen Gebrechlichkeit Ihres Eingeschlossen- sein und der spärlichen Funktion ihrer menschlichen Intelligenz im Schoße der unermeßlichen Idee des Kosmos, ist nicht dazu befähigt so riesiges metaphysisches Gedankengut zu durchforsten. Ich bringe dies heute abend, weil ich sehr oft darüber nachgedacht habe. Aber vor allem deshalb, weil ich dieses Vorurteil des Absoluten, das immer gefährlich für einen Metaphysiker ist( weil die Lösung ohnehin nur durch göttlicher Gnade kommt) , hinter mir gelassen habe und weil ich glaube, daß der Mensch niemals eine Antwort durch willentliche und ableitenden Gebrauch seines Intellekts erzielen wird. Dies ist ein ihm verbotener Bereich. Es ist für ihn notwendig, schrittweise voranzugehen um an den metaphysischen Wahrheiten heranzukommen, Wahrheiten die das was man das Absolute und Unendliche nennt streifen, um es zu berühren ohne verrückt oder sonst irgendwie kaputt zu werden. Die Strömung aus einer transzendentalen Welt Was ich hier im astrologischen Sinne meine ist folgendes: Wir haben, durch den Schützen , dessen Herrscher Jupiter ist, diese Achse der Welt, durch die ein Strom fließt, der aus einer transzendenten Welt stammt. Um Gottes Willen sprechen wir niemals mehr über das Absolute! Das ist ein Nonsens. Ein sehr gefährliches Wort. Der Teufel liebt es, uns mit diesem Wort spielen zu lassen, weil es ein herrlicher Weg ist , uns im Nichts schwimmen zu lassen. Für den menschlichen Intellekt, sobald er das Wort Absolutes gebraucht, wird es sofort zum Undenkbaren, zum Infamen. Weil für ihn undenkbar, nicht wahr? Simone Veil hatte im Grunde recht. Es gibt eine Lösung, ein einziger Weg, um aus diesem Dilemma zwischen Erschaffer und Erschaffenem herauszufinden: Es ist das Kreuz zu spüren , welches das große Symbol ist, und das Gesetz in Bezug auf diverse Ebenen dieser Welt, indem man von der höchsten zur niedrigsten geht. Das ist immer die Leiter, die Treppe des Kreuzes. Die herabfließende Strömung ist durch Christus auf dem Kreuz dargestellt. Eine „christische" Strömung, und der historische Wert Jesus ist dabei unwichtig ( er wird nicht unbedingt benötigt in der Vorstellung der Dinge). Es gibt einen Verlauf, den wir alle kennen, eine Strömung die wir Astrologen kennengelernt haben : nicht zu kanalisieren, sondern in uns selber zu gehen. Die Astrologie verhilft uns dazu eine genauere Qualität der Strömung, die wir gerade erfahren, zu geben, natürlich nachdem wir sie vorher untersucht haben. Und wir können annehmen welche Wege sie nehmen wird, weil wir dazu das mathematische Werkzeug haben. Wir sehen, daß die Strömung von oben herabfließt, von Größerem als wir es sind. Das ist eine Strömung die vom Ganzen kommt, und wir sind nur ein Teil davon. Das Teil und das Ganze Und unser Teil ist ein Ganzes, für kleinere Teile als unseres. Wir sehen das ständig in der Brotteilung, im Heiligen Abendmal . Das Brechen des Brocken in mehrere Stücke. Wir sehen ein göttliches Universum, von dem wir intellektuell nichts wissen, von dem wir höchstens etwas erahnen können. Außer einigen Auserwählten, die übrigens auch nicht sehr viel mehr vordringen werden, denn wenn sie es täten, dann könnten sie es nicht mehr mitteilen. Denn um diesen Raum zu erzählen , gibt es keine Wörter mehr , Wörter werden zu Verräter. Wir wissen um eine Transzendenz, aber es ist unmöglich sie mitzuteilen. Und außerdem wozu auch? Was mich heute interessiert, wonach ich suche , das ist diesen Strom zu spüren. Ich weiß es kommt von oben, das ist alles was ich brauche. Ich sehe das Leben dieses Stromes, ich sehe sein Volumen, seine Geschwindigkeit und ich weiß auch wohin dieser Strom gehen will, und warum er da ist. Das ist alles was ich brauche, um mich inmitten eines Universums zu spüren das nicht jeglichen Sinn verloren hat. Um zu verstehen warum ich den Körper den ich habe eben habe, warum ich in der Welt der Erde bin, die das ist was sie eben ist...Ich weiß: dieser Verlauf , dieser Strom existiert. Ich weiß ich kann auf dessen Quelle zählen, sie liebt mich, da dieser Strom zu mir kommt. Daß sich daher diese Strömung unentwegt teilt. Sie verwandelt die Stunde in Minuten, die Minuten in Sekunden. Und dann, bedingt durch die Umdrehung der Pole, verwandelt sie die Sekunden in eine Minute und die Minuten in eine Stunde. Umgekehrt stimmt es auch. Wir haben die Teilung der Zeit. Oder die Teilung der Einheit. Diese Teilung der Einheit durch das ganzheitliche Prinzip, das heißt das einzige Prinzip durch das man Astrologie wirklich verstehen kann. Dieses große Prinzip, das es ermöglicht den Übergang von Ganzen zu Teilen zu verstehen, Teile die selbst Ganzheiten sind für kleinere Teilchen, ein Prinzip das es ermöglicht diese Serie der Hierarchien von sich folgenden regelmäßigen Bereichen des Wesens zu begreifen. Wenn ich all dies werken sehe, begreife ich das, was man das Blut Christi nennt, das für die Menschen floß. Ich begreife , daß dieses Blut täglich und stündlich fließt. Daß wir nur von dem eine experimentelle Bedeutung gewinnen können, weil wir alle das Göttliche sind , und wir nur durch eine solche Tat daraus schließen können, oder es wagen daraus zu schließen, daß es die Existenz einer Transzendenz gibt, oder besser gesagt einer Transzendenz ,die uns nicht gleichgültig ist! Das ist es , was ich sagen wollte, als ich zufällig über diesen Artikel über Simone Veil stolperte. Ich sagte mir: man müßte da innehalten, und darüber berichten in einer Konferenz in Paris. Das habe ich nun gemacht. Abwärts- und aufwärtsgehende Strömungen: Pluto und Neptun Um diesen Vortrag abzuschließen, in der Astrologie, wie in der Psychologie: diese Strömung läuft abwärts, wohin geht sie? Technisch gesehen, geht sie in unseren Horoskopen bis zu Pluto. Es ist bis Pluto, daß dieses Blut vergossen wird. Daß diese Entgliederung des Ganzen stattfindet. Sie hört bei unserem Pluto auf. Aber niemals hört sie davor auf. Christus ist in die Hölle hinabgestiegen und Pluto ist die Hölle in unserem Horoskop. Es gibt nicht nur unser gängiges selbst, das tägliche, es gibt auch ein apokalyptisches Wesen in uns , das sich selbst nicht kennt, und nur manchmal hervortritt. Viele Menschen leben und sterben ohne diese Apokalypse, die sie in sich tragen jemals erfahren zu haben! Aber sie ist da! Und, unter anderem, zeigt der Pluto unseres Geburtsbildes sie auf. Daher ist das Drama unseres Lebens folgendes: es gibt eine Strömung, die aus einer transzendenten Welt stammt, die durch uns hindurch fließt, den Formen einer Mathematik folgend, die wir leicht nachvollziehen können, und die in das niedrigste unseres Wesens hinabsteigt, in Richtung von dem was in uns, aber minder ist, das die Bereiche des Unbewußten betrifft , dieses unbekannte Kontinent, die keine Transzendenz, aber das Gegenteil davon ist. Dies ist eine uns unbewußte Welt, die man die Welt des Tieres nennt, und die wir alle mehr oder weniger in uns tragen. Sie ist uns unbewußt, weil wir sie eben gedanklich nicht erfassen können. Sie ist uns fast so unbekannt wie eine göttliche Welt! Und nun werde ich vielen meiner Kollegen Freude bereiten, indem ich sage , daß Pluto uns einen guten Dienst erweist, und zwar einen einzigartigen, indem er uns genau das Zuhause dieses sich in uns befindlichen Tieres aufzeigt. Er stellt genau fest was der Sinn einer jeden Opferhandlung ist, wenn man es so nennen kann, von der Abfahrt einer spirituellen Welt zu uns und durch uns, zu diesem niederen Pol des Wesens. Natürlich stellt hier Neptun den spirituellen Pol dar, den spirituellen und „höheren" Teil unserer selbst. Wir sind ständig zwischen diesen beiden Polen, wir spüren die Strömung und daher auch das kommen der Inspiration. Sie nimmt verschiedene Formen an, je nachdem was wir gerade brauchen. Sie nimmt diverse Formen an , weil immer ein Gesetz der Kompensation mitspielt. Jede Inspiration ist kompensatorisch, zumindest unterbewußt. Sie antwortet einem Bedarf den der Einzelne vielleicht ignoriert hat, oder vergessen. Aber sie ist da! Und daher kann die Astrologie, dank Pluto und Neptun, das Höchste, wie das Niedrigste in uns lokalisieren. Bis vor kurzem ( da wir Pluto noch nicht kannten) fehlte uns ein wesentlicher Teil (Element) in unserer astrologischen Anschauung. Mit Neptun hatten wir die höchste Sprosse der Leiter, so wie Jakobs Leiter den Himmel berührte, aber wir wußten nicht worauf diese Leiter stand. Mit Pluto haben wir endlich den unteren Teil, wir können ihn lokalisieren. Aber was zählt, ist nicht der obere oder untere Teil, die uns ja zum Teil unbekannt bleiben, was zählt ist dieser kosmische Strom der sich immer zwischen diesen beiden bewegt, dieses Kommen und Gehen, hinab und wieder hinauf, so wie die Engeln auf Jakobs Leiter. Diese Konferenz erschien im „cahier1" copyright Univers- Site Nov 98 http://www.univers-site.com/ |
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